| Wiener Börse - ATX gibt um 0,46 Prozent nach / Heimischer Leitindex hatte am Donnerstag erstmals Hürde von 5.500 Zählern übersprungen |
| 23.01.2026 18:24:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Details zu Konjunkturdaten und Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat sich zum Wochenausklang
schwächer gezeigt. Der ATX gab am Freitag um 0,46 Prozent auf 5.519
Punkte nach. Der heimische Leitindex hatte im Laufe des Donnerstags
erstmals die Hürde von 5.500 Zählern übersprungen. Der ATX Prime
verlor 0,42 Prozent auf 2.740 Einheiten. Das europäische Umfeld
zeigte sich uneinheitlich.
Die geopolitischen Themen Grönland und US-Zölle blieben trotz
leichter Entspannung präsent. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos
rief IWF-Chefin Kristalina Georgiewa zu verstärkten globalen
Wachstumsanstrengungen auf. Der Internationale Währungsfonds habe
zwar seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im laufenden
Jahr von 3,1 auf 3,3 Prozent hochgeschraubt. Es gelte allerdings,
sich nicht in Selbstzufriedenheit zurückzulehnen: "Das Wachstum ist
nicht stark genug", betonte sie auf dem Forum.
Am Vormittag hatte der von S&P Global ermittelte
Einkaufsmanagerindex der Eurozone ein wenig enttäuscht. Er verharrte
im Jänner auf 51,5 Punkten. Volkswirte hatten einen leicht höheren
Anstieg erwartet. Die am Nachmittag gemeldete Verbraucherstimmung
der US-Universität von Michigan hatte vorerst keine merklichen
Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Das Konsumklima stieg laut der am
Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 3,5 Punkte auf 56,4
Punkte. Dies ist der höchste Stand seit August.
Unternehmensseitig stand der niederösterreichische
Ölfeldausrüster SBO im Fokus. Die Analysten der Berenberg Bank
senkten ihre Anlageempfehlung für die SBO-Aktien von "Buy" auf
"Hold". Das Kursziel wurde vom zuständigen Experten Richard Dawson
von 35 auf 31 Euro gekürzt. Die Werte gaben deutlich um 3,09 Prozent
auf 31,4 Euro nach.
Verluste gab es auch bei den Bankenwerten. Dabei büßten die Werte
der Raiffeisen Bank International um 2,21 Prozent auf 38,9 Euro ein.
Die Analysten von Barclays hatten ihr Kursziel für die RBI-Aktien
von 34 auf 36 Euro angehoben. Das Anlagevotum wurde vom zuständigen
Experten Krishnendra Dubey bei "equal weight" belassen. Die
Fortschritte bei Friedensverhandlungen zum Ukrainekrieg würden dazu
beitragen, die geopolitische Unsicherheit in der Region zu
verringern und die Risikoprämien für die Region zu senken, hieß es.
Im Minus waren auch die Aktien von Addiko Bank mit 2,44 Prozent
sowie die Werte der Erste Group und BAWAG, die 0,74 bzw. 0,73
Prozent verloren. Zu den Verlierern des Tages gehören auch Do&CO mit
einem Minus von 2,67 Prozent. Hinab ging es auch mit der Vienna
Insurance Group (VIG - minus 2,29 Prozent) und mit Kapsch TrafficCom
(minus 1,99 Prozent).
Der niederösterreichische Energieversorger EVN kündigte einen
neuen und günstigeren Stromtarif ab 1. April an. Dieser soll bei
durchschnittlich etwa zehn Cent netto pro Kilowattstunde liegen. Er
habe Gültigkeit für alle Bestands- und Neukunden und enthalte
zusätzlich auch einen Rabatt für den Umstieg oder Neuabschluss, hieß
es von EVN. Die Werte verloren 2,12 Prozent.
Positiv verlief der Wochenausklang für die Porr. Der Baukonzern
legte um 2,79 Prozent zu. Damit stiegen die Porr-Werte in einer
Woche um 5,42 Prozent. FACC stieg am Freitag um 2,30 Prozent, OMV
gewann 1,91 Prozent. Im Plus landeten letztlich auch Frequentis
(1,44 Prozent), RHI Magnesita (plus 1,24 Prozent) und Zumtobel (0,57
Prozent).
rst/mik
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Autor: - APA/rst/mik
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