| Deutsche Bank setzt auf KI und dünnt Filialnetz weiter aus |
| 25.01.2026 10:24:00 |
Mehr Digitalisierung, weniger Filialen: Die
Deutsche Bank baut ihr Privatkundengeschäft weiter
um. "Bis Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme noch
rund 100 Standorte wegfallen, nachdem es schon in den vergangenen
Jahren Kürzungen gab", sagte Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis
den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX in Frankfurt. "Damit sehen
wir uns auf dem Weg zu einer für uns angemessenen Zahl von
Filialen." Ende vergangenen Jahres hatten Deutsche Bank und Postbank
nach Konzernangaben in Deutschland zusammen gut 750 Zweigstellen.
"Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nach wie vor Filialen
brauchen", betonte de Sanctis. Gleichzeitig müsse das Arbeiten in
den Zweigstellen weiterentwickelt werden. "Derzeit verbringen unsere
Mitarbeiter in den Filialen zu viel ihrer Arbeitszeit mit
Verwaltungsaufgaben. Sie sollen aber mehr Zeit für die Beratung
haben." Die Herausforderung sei, Verwaltungsaufgaben auf den
digitalen Kanal zu verlagern und mehr Zeit für die Kundschaft
freizuschaufeln.
KI im Kundenservice
Um mehr Kundinnen und Kunden für digitale Angebote wie die neue App
des Instituts zu begeistern, entwickelt die Deutsche Bank derzeit
einen digitalen Agenten, eine KI-gestützte Assistenz, für den
Kundenservice. "Wir bieten den Kunden in der zweiten Jahreshälfte
einen digitalen Assistenten, eine Art Butler, der ihnen zunächst
erklärt, wie sie die App benutzen. Ihm können sie alle Fragen
stellen, und er zeigt ihnen Schritt für Schritt, wie es geht."
Die Nutzungszahlen ihrer App habe die Bank in den vergangenen 18
Monaten um knapp 20 Prozent gesteigert. "Wir wollen die Zahl der
aktiven Nutzer der App jedoch weiter drastisch erhöhen, denn
Deutsche Bank und Postbank haben zusammen 19 Millionen Privatkunden
in Deutschland. So viele Kunden wie möglich für die App gewinnen -
das ist eines der Hauptziele für unsere Aktivitäten in diesem Jahr",
sagte der Privatkundenchef./ben/stw/zb
ISIN DE0005140008
AXC0013 2026-01-25/10:24
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Autor: - dpa-AFX
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