| OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / vbw sieht dringende ... |
| 26.01.2026 09:27:00 |
Angesichts
der Konjunkturkrise und struktureller Probleme in Deutschland hält
die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. wirksame
Reformen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts für
unumgänglich. Ein drängendes Handlungsfeld dafür ist das
Arbeitsrecht. Bei einem Austausch mit Vertreter*innen aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erklärte vbw
Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt dazu: "Lähmende Bürokratie
und Überregulierung blockieren die Flexibilität, die Unternehmen
benötigen, um die aktuell äußerst herausfordernde Situation zu
bewältigen. Gerade in der aktuellen Lage brauchen wir ein
Arbeitsrecht , das die veränderte Arbeitswelt berücksichtigt,
Unternehmen mehr Gestaltungsspielraum gibt und insgesamt
wirtschaftsfreundlich ist - derzeit sind wir davon weit entfernt."
Ein wesentlicher Ansatzpunkt eines zukunftsfähigen Arbeitsrechts ist
laut Brossardt die Modernisierung des Arbeitszeitrechts : "Die vbw
fordert seit Langem, die tägliche Höchstarbeitszeit abzuschaffen und
durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden zu
ersetzen, und zwar in allen Bereichen und Branchen. Zudem muss die
Zeiterfassung möglichst unbürokratisch handhabbar und
Vertrauensarbeitszeit weiterhin möglich sein." Der vbw
Hauptgeschäftsführer warnte zudem davor, den aktuellen Gesetzentwurf
zur Tariftreue unverändert auf den Weg zu bringen: "Die Umsetzung
dieses Vorhabens würde den Aufwand für alle Unternehmen massiv
erhöhen, die an öffentlichen Aufträgen des Bundes beteiligt sind -
insbesondere kleine und mittelständische Betriebe würden
benachteiligt. Zudem stellt der Gesetzentwurf die Tarifautonomie
infrage. Das ist nicht hinnehmbar. Am sinnvollsten wäre es, komplett
darauf zu verzichten."
Die EU- Entgelttransparenzrichtlinie macht eine Reform der deutschen
Gesetzgebung nötig. Brossardt mahnte, die Vorgaben aus Brüssel nicht
überzuerfüllen. "Der bisher in Deutschland geltende Rechtsrahmen hat
nicht zu mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern
beigetragen. Wir erwarten von der Bundesregierung, bei der
anstehenden Überarbeitung auf unnötige Belastungen für die
Wirtschaft zu verzichten." Ebenso kritisch sieht Brossardt eine
mögliche Ausweitung des Mitbestimmungsrechts im Rahmen des
Betriebsverfassungsgesetzes . "Tatsache ist aber: Der Gesetzgeber
muss die Betriebsverfassung modernisieren. Die Mitbestimmung muss
künftig schneller und digitaler funktionieren, um die Verfahren
insgesamt zu beschleunigen. Außerdem ist eine praxisgerechtere
Ausgestaltung erforderlich, die auch notwendige
Transformationsprozesse unterstützt", betonte er.
Pressekontakt:
Antje Zientek, Tel. +49 (0)89-551 78-276, E-Mail:
mailto:antje.zientek@vbw-bayern.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6203662 OTS: vbw
- Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
AXC0091 2026-01-26/09:27
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Autor: - ots
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