| AKTIEN IM FOKUS: Probleme mit Babynahrung belasten Danone und Nestle erneut |
| 26.01.2026 11:38:00 |
Das anhaltende Problem
verunreinigter Babynahrung hat zu Wochenbeginn die Aktien von
Lebensmittelherstellern einmal mehr belastet. Unter Druck gerieten
am Montag insbesondere die Papiere von Danone , die
zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Januar letzten Jahres
absackten. Die Franzosen hatten am Freitag nach Börsenschluss
bekannt gegeben, dass sie "im Zusammenhang mit den sich
weiterentwickelnden behördlichen Vorgaben" bestimmte Chargen von
Säuglingsnahrung zurückrufen.
Die Aktien von Danone fielen am Montag bis zum späten Vormittag um
gut fünf Prozent auf 64,10 Euro. Damit waren sie der mit Abstand
schwächste Wert im EuroStoxx 50 . Der Leitindex der
Eurozone gab nur leicht nach.
Bereits am Mittwoch vergangener Woche hatte das Problem mit
Babynahrung die Anteilsscheine von Danone um mehr als acht Prozent
in den Keller geschickt, nachdem die Lebensmittelbehörde von
Singapur den Rückruf von Säuglingsmilch der Marke Dumex angeordnet
hatte, die seit 2022 zu Danone gehört.
Die Hersteller von Babynahrung kämpfen derzeit mit dem Problem, dass
in einem von einem Lieferanten stammenden Inhaltsstoff das Toxin
Cereulid festgestellt wurde. Der von bestimmten Bakterien gebildete
Giftstoff kann Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Das Toxin
ist Auslöser von Rückrufen - nicht nur von Danone, sondern auch den
Konkurrenten wie Nestle oder Lactalis.
In Reaktion auf den am Freitag von Danone bekannt gegebenen
vorsorglichen Rückzug bestimmter Chargen fielen nun in Zürich die
Papiere von Nestle um 2,3 Prozent. Sie knüpften damit an ihren
jüngsten Abwärtstrend an. Für die Anteilsscheine von Reckitt
ging es in London um 3,8 Prozent nach unten.
Analysten der britischen Investmentbank Barclays sehen derweil
Danone in der aktuellen Branchenkrise besser aufgestellt als Nestle.
Denn Danone habe mehrere Lieferanten. Von daher sei es
unwahrscheinlich, dass es zu Lieferengpässen wie bei Nestle kommt.
Danone könne sogar Marktanteile gewinnen.
Experte Tom Sykes von der Deutschen Bank geht davon aus, dass bei
den Branchenunternehmen die Herstellungsprotokolle an Wichtigkeit
gewinnen dürften. Sykes rechnet künftig damit, dass die Aktienkurse
von Unternehmen mit konformen Herstellungsprotokollen sich von denen
anderer Anbieter bald unterscheiden werden./la/ag/men
ISIN CH0038863350 FR0000120644 GB00B24CGK77
AXC0130 2026-01-26/11:38
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Autor: - dpa-AFX
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