| ROUNDUP: Stabilus startet mit deutlichen Rückgängen ins neue Geschäftsjahr |
| 26.01.2026 11:52:00 |
Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus
hat auch in seinem ersten Geschäftsquartal die
schwächere Nachfrage in der Autoindustrie zu spüren bekommen. Umsatz
und Ergebnisse gingen deutlich zurück. An seinen Zielen für das
laufende Geschäftsjahr hält das Unternehmen fest. Die Stabilus-Aktie
legte im frühen Handel um rund sechs Prozent zu. Zuletzt schmolz das
Plus aber auf knapp 0,4 Prozent. Seit einem Jahr hat das Papier rund
40 Prozent an Wert verloren.
Stabilus' Umsatz schrumpfte im ersten Geschäftsquartal bis Ende
Dezember im Jahresvergleich um 10,7 Prozent auf gut 291 Millionen
Euro, wie das SDax-Unternehmen am Montag in Koblenz
mitteilte. Dabei wurde der Spezialist für Gasdruckfedern besonders
von der Region Asien-Pazifik (APAC) gebremst. Zudem belasteten
negative Währungseffekte das Unternehmen.
Auch insgesamt verliefen die Geschäfte mit der Energie-, Bau- und
Autoindustrie im Auftaktquartal schwächer. Zuwächse verzeichnete der
Konzern nur in den Bereichen Bahn, Marine sowie Luft- und Raumfahrt.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel
insgesamt um knapp 23 Prozent auf 29,3 Millionen Euro. Die
entsprechende Marge ging um 1,5 Prozentpunkt auf 10,1 Prozent
zurück. Das Unternehmen begründete den Rückgang vor allem mit
höheren Personalkosten. Unter dem Strich fiel der Gewinn von 14,3
Millionen Euro vor einem Jahr auf 8,1 Millionen Euro.
Stabilus leidet schon länger unter einer schwächeren Nachfrage der
großen Autobauer. Viele der Hersteller haben mit einem starken
Absatzrückgang zu kämpfen - auch wegen einer schwachen Nachfrage auf
dem wichtigen chinesischen Markt. Zudem macht den Automobilkonzernen
die Zollpolitik der USA schwer zu schaffen. Um wieder
wettbewerbsfähiger zu werden, hatte das Unternehmen im September ein
Sparprogramm gestartet. Damit sollen die Organisation gestrafft, die
Personal- und Betriebskosten gesenkt und die Standorte optimiert
werden. Stabilus will 450 Stellen weltweit abbauen, überwiegend in
der europäischen Region (EMEA) und in Amerika.
"Durch frühzeitig eingeleitete Kosten- und Effizienzprogramme haben
wir die Profitabilität in der Region EMEA gesteigert und in APAC
auch vor dem Hintergrund eines deutlichen Umsatzrückgangs auf einem
hohen Niveau stabilisiert", sagte Finanzchef Andreas Jaeger.
Gleichzeitig sei es dem Unternehmen gelungen, den freien bereinigten
Barmittelzufluss deutlich zu steigern.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) peilt der
Vorstand um Konzernchef Michael Büchsner weiterhin einen Umsatz von
1,1 Milliarden bis 1,3 Milliarden Euro an und rechnet damit
bestenfalls mit einem Erlös auf Vorjahreshöhe. Die Marge basierend
auf dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen
(Ebit-Marge) soll zwischen 10 und 12 Prozent liegen. Zudem erwartet
das Management einen bereinigten freien Barmittelfluss von 80
Millionen bis 110 Millionen Euro./mne/err/stw
ISIN DE000STAB1L8
AXC0133 2026-01-26/11:52
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Autor: - dpa-AFX
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