| ROUNDUP 2: Wintersturm legt weite Teile der USA lahm |
| 26.01.2026 13:23:00 |
Schneegestöber, Flugchaos und
Hunderttausende ohne Strom: Winterliches Extremwetter hat das Leben
in vielen Regionen der USA weitgehend zum Erliegen gebracht.
Der Wintersturm erfasste den Süden, Mittleren Westen und auch die
Ostküste der Vereinigten Staaten. Für fast 90 Millionen Menschen des
Landes gelten weiter Warnungen vor extremer Kälte des
US-Wetterdienstes.
Auch forderten die Auswirkungen von Eiseskälte und Schneesturm
bereits erste Tote. Die Zeitung "USA Today" berichtete unter
Berufung auf örtliche Behörden von mindestens 13 Toten in fünf
US-Bundesstaaten seit dem Wochenende, der Sender CNN von mindestens
elf. Die in den US-Medien genannten Zahlen schwankten, je nachdem,
wie direkt die Todesursachen mit dem Wetter in Zusammenhang gebracht
wurden.
Mehrere Menschen erfroren
Als vermutlich erfroren galten demnach fünf Menschen, die laut New
Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani am Wochenende in der
Millionenmetropole tot im Freien gefunden wurden. Eine offizielle
Todesursache wurde bisher nicht festgestellt.
Tod durch Unterkühlung galt auch in den Fällen von drei Menschen in
den US-Bundesstaaten Kansas, Michigan und Texas laut Behörden als
wahrscheinlich. Deren Leichen wurden - teils nach stundenlanger
Suche - jeweils in eisiger Kälte gefunden. Auch im Süd-Bundesstaat
Louisiana waren am Wochenende zwei Männer an Unterkühlung gestorben.
Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist nach Behördenangaben von
dem Wintersturm, der als einer der heftigsten der vergangenen Jahre
angekündigt worden war, in irgendeiner Form betroffen. In vielen
Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. So können Hilfen
schneller bereitgestellt werden. Bundesstaaten und US-Regierung
riefen dazu auf, am besten zu Hause zu bleiben.
Insbesondere die Bewohner der südlichen US-Bundesstaaten, in denen
empfindliche Kälte und ausgiebiger Schneefall selten vorkommen,
forderte das Wetter heraus: Eisglätte führte unter anderem in Texas
und Tennessee zu schweren Verkehrsunfällen und Massenkarambolagen
auf Fernstraßen, bei denen mindestens zwei Menschen starben.
Stromausfälle, ausgestorbene Flughäfen und leere Straßen
In der Nacht zum Montag waren immer noch mehr als 820.000 Menschen
im Süden und an der Ostküste der USA von Stromausfällen betroffen,
wie die Übersichtsseite "poweroutage.us" zeigte. Zu den Blackouts
kommt es etwa, wenn die Last des Schnees und Eises auf den meist
oberirdischen Leitungen zu groß ist. Auch umknickende Bäume können
die Versorgung unterbrechen. Durch fehlende Beheizung des Wassers
steige zusätzlich die Gefahr, dass häusliche Rohre in der Kälte
bersten, warnten Meteorologen des Senders CNN.
In vielen US-Großstädten bleiben die Schulen heute geschlossen. Zum
Wochenbeginn machen die Wetterverhältnisse weiter vor allem
Reisenden zu schaffen. Tausende Flüge waren bereits am Wochenende
abgesagt worden. Die Airline Delta kündigte an, Flüge nach
Möglichkeit wieder umzusetzen.
Der Sturm hat auch Auswirkungen auf den Profi-Sport. Die NBA musste
zwei für Sonntag geplante Basketball-Partien absagen - unter
anderem, weil eine Mannschaft wegen des Wetters nicht zum Spiel
anreisen konnte.
US-Hauptstadt mal anders
Ein ausgestorbener Flughafen in der US-Hauptstadt Washington -
eigentlich unvorstellbar. Dieser Tage zeigt sich auch am
Reagan-Airport jedoch ein extremes Bild: Schalter dicht, Flugzeuge
am Boden, so gut wie niemand auf den Terminal-Gängen.
Auch jenseits ihres Flughafens bietet die Hauptstadt ein
außergewöhnliches Bild: Im frostigen Wind ist so gut wie niemand
unterwegs, auf den Straßen kämpfen sich Einzelne mit dem Auto durch
den Schnee. Eisregen hat die Wege gefährlich glatt gemacht und eine
hohe Schneedecke versteckt Bürgersteige und Treppenabgänge.
Die Einwohner der Hauptstadt wurden aufgerufen, Taschenlampen
bereitzulegen und ihre Handys vorsorglich aufzuladen. Die Büros der
Bundesbehörden sollen heute geschlossen bleiben.
Skier auf den Straßen, Schlitten im Park
Trotz der angespannten Lage prägten am Sonntag auch fröhliche
Winterszenen das Stadtbild: Mitten in Washington rodelten Kinder die
verschneiten Hänge des Kapitols hinunter, Passanten stiegen auf
Skier um.
Auch in der Metropole New York konnten dem Wetter Winterfreuden
abgetrotzt werden: Spaziergänger genossen am berühmten Times Square
viel Platz - ein Ort, der sonst tagtäglich von Menschenmassen
bevölkert ist. Zahlreiche Schlittenfahrer strömten in den Central
Park in Manhattan, wo laut dem Sender CBS News am Sonntag mit fast
30 Zentimetern so hoch Schnee lag wie noch nie seit Beginn der
Aufzeichnungen.
Abseits davon erinnerten die teils leer gefegten Straßen an Zustände
während der weltweiten Corona-Pandemie, als das öffentliche Leben
innehielt und viele Leute zu Hause blieben.
Auch Kanadas Metropole Toronto ruft zur Vorsicht auf
In den nächsten Tagen bleibt es eiskalt, der US-Wetterdienst warnte
vor allem für den Nordosten des Landes vor weiterem starken
Schneefall. Der Sturm werde von der Ostküste allmählich Richtung
Atlantik weiterziehen, hieß es.
Auch der Osten Kanadas erlebt aktuell die eher extremen Auswüchse
des Winters. Vor allem die Großstadt Toronto rechnet für heute mit
weiteren Schneefällen von bis zu 60 Zentimetern, wie die Zeitung
"Toronto Star" schreibt. Mehrere Universitäten und Schulen blieben
vorsorglich geschlossen. Schon am Sonntag hatte die Stadtverwaltung
die Menschen dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und die Wohnungen
nur für die allernötigsten Erledigungen zu verlassen.
Am Wochenende hatte das Winterwetter auch in Kanada den Flugverkehr
beeinträchtigt. Alleine am Internationalen Flughafen von Toronto
seien mehr als 60 Prozent der mehr als 900 Ankünfte und Abflüge
gestrichen worden, schrieb die Zeitung "The Globe and
Mail"./rin/DP/nas
AXC0157 2026-01-26/13:23
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Autor: - dpa-AFX
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