| Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 0,4 Prozent / Deutscher Geschäftsklimaindex enttäuscht - Wienerberger und RBI mit Gewinnen nach Analysen |
| 26.01.2026 13:36:00 |
Die Wiener Börse hat sich bis Mittwochmittag ruhig
entwickelt. Der heimische Leitindex ATX gab 0,2 Prozent auf 5.528
Punkte ab. Der ATX Prime verlor 0,1 Prozent auf 2.744 Einheiten. Das
europäische Umfeld zeigte sich uneinheitlich.
Für Enttäuschung hatte international die Veröffentlichung des
Ifo-Geschäftsklimas für Deutschland gesorgt, das niedriger ausfiel
als von Experten erwartet. In den USA werden heute die
Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter des Monats November
veröffentlicht, bei denen die Vorgaben positiv sind und sich eine
Erholung abzeichnet. Seitens der EZB sieht laut den Experten der
Helaba OeNB-Generalgouverneur Martin Kocher, der am Nachmittag eine
Rede in Frankfurt halten wird, weiter wirtschaftliche Risiken durch
einen Zollkrieg steigen.
Unternehmensseitig sind der heimische Ziegelkonzern Wienerberger
und die Raiffeisen Bank International (RBI) in den Fokus gerückt.
Analysten der UBS haben ihr Kaufvotum "Sell" und das Kursziel von
25,00 Euro bestätigt. Nach Einschätzung der Analysten bleibt die
kurzfristige Entwicklung insbesondere in Nordamerika herausfordernd,
belastet durch den Rückgang im Wohnneubau und möglicherweise durch
den Regierungsstillstand. Wienerberger legten im Verlauf des
Vormittags 0,8 Prozent auf 28,32 Euro zu.
Die weiteren Bauwerte sackten ab. Strabag verloren 1,6 Prozent.
Porr verbuchten Abgänge von 4,9 Prozent und waren damit Schlusslicht
im ATX Prime-Segment. Dahinter reihten sich FACC mit minus 2,1
Prozent und Do&Co mit 2,0 Prozent ein.
Deutsche Bank Research ließ in einer Analyse von Raiffeisen Bank
International (RBI) seine Kaufempfehlung "Hold" aufrecht. Höhere
Risikokosten könnten zu einem Rückgang des Gewinns um 40 Prozent im
4. Quartal 2025 im Vergleich mit dem Vorquartal führen, heißt es in
einer Erklärung. Trotzdem wurde das Kursziel dagegen von 27 auf 32
Euro pro Aktie erhöht. RBI notierten zu Mittag mit plus 0,31 Prozent
bei 39,04 Punkten.
Topperformer war die Austria Card Holding mit plus 3,6 Prozent
vor der EVN mit 2,5 Prozent. Dahinter folgte die Vienna Insurance
Group (+ 2,2 Prozent). Die Versicherer von der UNIQA fanden sich
dagegen mit 0,1 Prozent im Minus. Im Plus notierten auch die
weiteren schwer gewichteten Geldwerte: BAWAG plus 1,3 Prozent und
Erste Group plus 1,1 Prozent.
moe/rst
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/moe/rst
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