| IW: Viele Firmen sind nicht auf Kriegsfall vorbereitet |
| 26.01.2026 16:45:00 |
Deutschlands Wirtschaft ist einer Umfrage zufolge
nur unzureichend auf den Kriegsfall vorbereitet. Wie eine
repräsentative Befragung des arbeitgebernahen Instituts der
deutschen Wirtschaft unter mehr als 1000 Firmen in Deutschland
ergab, hat nur gut jede fünfte von ihnen Vorsorgemaßnahmen für
Ausfälle von Infrastruktur getroffen.
Auf kriegsbedingte Personalausfälle wie etwa die Einziehung von
Reservisten aus der Belegschaft wäre nur jede zwanzigste Firma
vorbereitet. Hinzu käme, dass viele Firmen nicht auf Engpässe bei
den Lieferketten vorbereitet wären. Immerhin: Gegen Cybergefahren
haben die allermeisten Firmen Schutzmaßnahmen installiert (rund 86
Prozent), wie die Befragung ergab.
Die Autoren um IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt betonen, dass eine
im Konfliktfall resiliente, flexible und dynamische Wirtschaft
entscheidend wäre für den Rückhalt in der Bevölkerung, die
Ausrüstung der Streitkräfte und damit auch für den militärischen
Erfolg. "Ohne eine Gesamtverteidigung, die auch den Schutz und das
Engagement der Wirtschaft berücksichtigt, bleibt die Abschreckungs-
und Verteidigungsfähigkeit unvollständig", heißt es in der Analyse
mit dem Titel "Die Rolle der Privatwirtschaft in der
Gesamtverteidigung Deutschlands". Notfall- und Krisenpläne seien
ebenso entscheidend wie eine bessere Kommunikation zwischen Militär,
Wirtschaft und Hilfsorganisationen.
Nach dem Ende des Kalten Krieges war die unmittelbare Kriegsgefahr
für Deutschland jahrzehntelang gegen null geschrumpft, selbst ein
Krieg in Europa galt zwischenzeitlich als nahezu unmöglich. Diese
Annahme ist spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine
vor knapp vier Jahren Makulatur. Angesichts der fortgesetzten
russischen Aggression und der veränderten US-Außenpolitik ist ein
Kriegsfall inzwischen aber wahrscheinlicher geworden als
früher./wdw/DP/stw
AXC0206 2026-01-26/16:45
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Autor: - dpa-AFX
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