| Microsoft mit neuem KI-Chip |
| 26.01.2026 17:16:00 |
Microsoft hat seinen neuen
Spezialchip vorgestellt, der künftig große KI-Anwendungen schneller
und günstiger machen soll. Der Chip Maia 200 ist speziell für die
Ausführung von KI-Modellen entwickelt, nicht für das Trainieren von
Sprachmodellen. Er wird zunächst in Microsofts Rechenzentren in der
Zentralregion in den USA eingesetzt. Nach Unternehmensangaben
arbeitet der Maia 200 als "KI-Beschleuniger" besonders
energieeffizient und bietet ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis
als andere Systeme.
Microsoft hatte bereits im November 2023 einen selbst entwickelten
KI-Chip mit dem Namen Maia 100 vorgestellt, der vor allem die
Erstellung von KI-Inhalten effizienter machen sollte. Der
Softwaregigant setzt in seinem Kerngeschäft stark auf Künstliche
Intelligenz und ging einen milliardenschweren Pakt mit den
ChatGPT-Erfinder OpenAI ein, um dessen Technologie in die eigenen
Produkte zu bringen.
Abhängigkeit von Nvidia verringern
Bei Chips für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz sind aktuell
Systeme des Halbleiter-Spezialisten Nvidia das Maß der Dinge, was zu
einer aufgeheizten Nachfrage nach ihnen führt. Die selbst entworfen
Chips sollen Microsoft dabei helfen, sich aus der strategischen
Abhängigkeit von Nvidia zu lösen und die Betriebskosten in Griff zu
halten. Außerdem verspricht sich der Softwareriese davon, dass damit
Software und Hardware besonders eng aufeinander abgestimmt werden
können. Damit soll sich deutlich mehr Leistung pro Watt herausholen
lassen.
Im hart und kämpften KI-Markt verfolgen auch die
Microsoft-Wettbewerber Google , Amazon
und Meta eigene ehrgeizige Hardware-Projekte, um sich
aus der Abhängigkeit von Nvidia zu befreien.
Maia 200 wurde auf die Anforderungen von KI-Modellen der nächsten
Generation optimiert: Bei den neuen "Reasoning Models" werden
komplexe Rechenketten abgearbeitet: Diese Modelle "denken" vor der
Antwort länger nach. Der neue Microsoft-Chip ist darauf getrimmt,
diese intensiven, mehrstufigen Prozesse effizienter zu bewältigen.
Er wird beim asiatischen Chip-Spezialisten TSMC im
modernen 3-Nanometer-Verfahren hergestellt. "Praktisch bedeutet
dies, dass ein Maia-200-Knoten die derzeit größten Modelle mühelos
ausführen kann und dabei noch reichlich Spielraum für noch größere
Modelle in der Zukunft bleibt", heißt es in der Erklärung von
Microsoft.
Der nächste KI-Chip ist "Made in the USA"
Microsoft arbeitet bereits an einem Nachfolger des Maia 200, der
unter dem Codenamen "Clea" (Maia 300) entwickelt wird. Er soll nicht
mehr bei TSMC in Taiwan hergestellt werden, sondern in den USA.
Damit möchte der Softwarekonzern zum einen seine Lieferkette
absichern. Sollte es zu Spannungen um Taiwan kommen, wäre die
Versorgung durch Intel in US-Bundesstaaten Arizona
oder Ohio gesichert. Die Entscheidung für Intel wurde aber auch
dadurch begünstigt, dass TSMC durch Aufträge von Apple
und Nvidia und anderen in der Regel ausgebucht
ist./chd/DP/stk
ISIN US0378331005 US5949181045 US0231351067 US4581401001 US67066G1040
AXC0217 2026-01-26/17:16
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.894,44 | -38,64 | -0,16% |
| TecDax | 3.712,95 | -17,05 | -0,46% |
| MDAX | 31.727,85 | -98,40 | -0,31% |
| Dow Jones (EOD) | 49.412,40 | 313,69 | 0,64% |
| Nasdaq 100 | 25.946,78 | 233,57 | 0,91% |
| S & P 500 (EOD) | 6.950,23 | 34,62 | 0,50% |
| SMI | 13.216,23 | 74,21 | 0,56% |
|
| EUR/US$ | 1,1977 | 0,01 | 0,82% |
| EUR/Yen | 182,9270 | -0,26 | -0,14% |
| EUR/CHF | 0,9184 | -0,00 | -0,48% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8692 | 0,00 | 0,09% |
| Yen/US$ | 0,0065 | 0,00 | 1,08% |
| CHF/US$ | 1,3042 | 0,02 | 1,38% |
|
| baha Brent Indication | 66,22 | 1,02 | 1,57% |
| Gold | 5.053,64 | -43,45 | -0,85% |
| Silber | 111,69 | 2,35 | 2,15% |
| Platin | 2.686,49 | -163,79 | -5,75% |
| |
|
|