| Merz: Energieversorgung soll sicherer und kostengünstiger werden |
| 26.01.2026 18:55:00 |
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht den
Nordsee-Gipfel als wichtige Wegmarke für den weiteren Ausbau der
Windkraft auf See. "Die Beschlüsse, die wir heute hier in Hamburg
getroffen haben, werden unsere Energieversorgung sicherer,
kostengünstiger und integrierter machen", sagte Merz nach Beratungen
mit Staats- und Regierungschefs von Nordsee-Anrainern in Hamburg.
"Europa wird damit insgesamt widerstandsfähiger und
wettbewerbsfähiger."
Offshore-Energie soll erheblich effizienter werden, sagte Merz.
"Dazu werden wir mehr koordinieren und enger kooperieren." Es gehe
um die Planung von Windkraftprojekten sowie Energienetzen. Die
Wirtschaft solle bei der Finanzierung von gemeinsamen
grenzüberschreitenden Projekten besser unterstützt werden. Die
Energieinfrastruktur solle zudem besser vor physischen und
virtuellen Angriffen geschützt werden.
Windkraft als Übergangstechnik?
Im Wahlkampf hatte sich der CDU-Chef noch abschätzig zur Windenergie
geäußert. "Ich glaube sogar, dass wir, wenn wir was richtig machen,
eines Tages die Windkrafträder wieder abbauen können, weil sie
hässlich sind und weil sie nicht in die Landschaft passen", sagte er
im November 2024 im ZDF.
Merz sagte in Hamburg, er habe immer differenziert zwischen Wind an
Land und Wind auf See. Er komme aus einem Wahlkreis, in dem der
Ausbau der Windenergie sehr umstritten sei, weil er das
Landschaftsbild stark verändere. Merz hat seinen Wahlkreis im
Sauerland. "Wir versuchen, das zu kanalisieren, aber auf See gibt es
einen weiteren großen Vorteil." Es gebe eine sehr viel höhere Zahl
an "Volllaststunden" aufgrund der Windumstände.
Der Kanzler sprach weiter von einer "Übergangstechnologie": "Die
wird uns 10 Jahre, 20 Jahre, vielleicht 30 Jahre begleiten." Merz
verwies auf den Koalitionsvertrag, dass Deutschland den ersten
Fusionsreaktor der Welt ans Netz nehmen wolle. "Das kann noch 10
Jahre, das kann 20 Jahre dauern." Wenn man in der Lage sei,
Fusionsenergie zu erzeugen, werde Strom sehr günstig, machte Merz
deutlich. "Und dann wird es in diesem Umfang andere
Energieerzeugungsmethoden wahrscheinlich nicht mehr brauchen." Dies
sei aber Zukunftsmusik./hoe/DP/stk
ISIN DE000ENAG999 DE0007037129 DK0061539921 DE000A0D6554 DE000ENER6Y0
AXC0247 2026-01-26/18:55
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Autor: - dpa-AFX
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