| ROUNDUP: Glatteis und Schnee - Hunderte Unfälle in vielen Regionen |
| 26.01.2026 19:57:00 |
Ein Tief mit viel Schnee und Eisregen
hat Autofahrer und Fußgänger am Montag ins Rutschen gebracht sowie
im Bahnverkehr bundesweit zu Einschränkungen geführt. In vielen
Städten kam es auch im öffentlichen Nahverkehr zu teils erheblichen
Behinderungen.
Nach kurzer Wetterberuhigung ist die Glatteisgefahr allerdings nicht
gebannt: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartet in
den nächsten Tagen einen Mix aus Regen und Schnee. Vor allem in der
Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen.
Auf glatten Straßen ereigneten sich in der Nacht zum Montag und am
Morgen Hunderte Unfälle. Eine Front mit Niederschlägen überquerte
Deutschland von Südwesten nach Nordosten. Bei der Deutschen Bahn war
aufgrund des Wintertiefs "Leonie" der Nah- und Fernverkehr
bundesweit beeinträchtigt.
Am Abend meldete die Deutsche Bahn dann auf ihrer Internetseite, im
Norden habe sich die Lage weiter entspannt und der Zugverkehr
stabilisiert. Es könne weiterhin noch zu einzelnen Zugausfällen und
Verspätungen kommen. Am frühen Dienstagmorgen mit Betriebsbeginn
wolle die Deutsche Bahn auch die Fernverkehrsverbindungen Richtung
Ostsee wieder aufnehmen.
Winterwetter trifft auch die Bahn hart
Von den witterungsbedingten Einschränkungen im Fernverkehr der Bahn
war der Nordosten mit Verkehrsverbindungen zwischen Berlin und der
Ostsee am Montag besonders betroffen, wie die Deutsche Bahn zuvor
mitteilte. Problematisch seien in betroffenen Regionen
Weichenstörungen, vereiste Oberleitungen sowie Schneeverwehungen
gewesen.
Die Witterung mit abwechselnd Schnee und Regen bei Temperaturen um
den Gefrierpunkt habe zu teils starker Eisbildung an Fahrzeugen und
Infrastruktur geführt, teilte die Bahn mit. Die Eisablagerungen an
Fahrzeugen können sich demnach im Bereich der Weichen lösen und dort
in bewegliche Teile fallen. Weichenheizungen könnten diese
Eisbrocken nur langsam lösen, weshalb diese manuell entfernt werden
müssten.
Bahn: DB-Beschäftigte im Dauereinsatz
Auch Schneeverwehungen hätten immer wieder für blockierte Weichen
gesorgt, hieß es am Nachmittag. Hunderte Beschäftigte der Deutschen
Bahn seien im Dauereinsatz, um die Weichen von Schnee und Eis zu
befreien und die Auswirkungen auf den Zugverkehr so gering wie
möglich zu halten.
Der Deutsche Wetterdienst sagt für Dienstagnachmittag für Teile
Nordrhein-Westfalens, Hessens und Baden-Württembergs gefrierenden
Regen mit erheblicher Glättegefahr voraus. Das kann zu Vereisungen
von Weichen und Oberleitungen führen und den Bahnverkehr
vorübergehend beeinträchtigen.
Bei stark vereisten Oberleitungen setzt die DB nach eigenen Angaben
in betroffenen Regionen weiterhin sogenannte Putzloks ein. Diese
sorgten dafür, dass die Oberleitung von Eis befreit beziehungsweise
freigehalten werde.
Verspätungen und Zugausfälle gab es ebenso bei den ICE und
Intercitys im Rhein-Main-Gebiet, im Raum Stuttgart, im Raum Ulm
sowie auf der Strecke Hamburg-Hannover, wie die Bahn im Internet
mitteilte.
Auf glatten Straßen in der Nacht und am Morgen Hunderte Unfälle
Eine Front mit Niederschlägen überquerte Deutschland seit
Sonntagabend von Südwesten nach Nordosten. Auf glatten Straßen
ereigneten sich in der Nacht und am Morgen Hunderte Unfälle. Meist
blieb es bei Blechschäden. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.
Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall
Lastwagen liegen und blockierten die Strecken. In Thüringen zählte
die Polizei 97 Verkehrsunfälle innerhalb von acht Stunden.
In Berlin wurde der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen
eingestellt. Rund 40 Trams steckten im Streckennetz fest. Durch
Eisregen seien die Oberleitungen innerhalb kürzester Zeit extrem und
flächendeckend eingefroren, sagte eine Sprecherin der
Verkehrsbetriebe BVG. "Das ist eine historische Lage, das hatten wir
so noch nie", fügte sie hinzu.
Auch eine U-Bahnlinie in Berlin war auf einem oberirdischen
Streckenabschnitt unterbrochen. Ein kurzes Autobahnstück in Berlin
wurde wegen Eisglätte gesperrt. Die gestreuten Hauptstraßen in der
Stadt waren hingegen problemlos befahrbar.
Auch andernorts war der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt oder
wurde vorübergehend eingestellt. Bis zum Mittag wurden alle
Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes aufgehoben.
Fahrzeuge blieben im Südwesten auf Autobahnen stecken
Den Südwesten Deutschlands hatte die Schneefront bereits am
Sonntagabend erreicht. Dort fielen bis zu 25 Zentimeter Neuschnee.
In Stuttgart wurden am Abend rund 70 Unfälle auf glatten Straßen
gezählt, in der Region Ulm mehr als 50. Schwere Unfälle waren nicht
dabei.
Bei Weinsberg in Baden-Württemberg blieben in der Nacht auf einer
Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen 15 bis 20 Autos und Lastwagen
im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte.
Bei Bad Hersfeld in Hessen blockierten Lastwagen Fahrspuren, "weil
die Fahrer meinten, bei dem Schnee noch überholen zu müssen", wie
ein Sprecher des Polizeipräsidiums Fulda sagte. In mehreren
Landkreisen Niedersachsens wurde der Schulunterricht wegen der
gefährlichen Anfahrtswege abgesagt.
Vorerst keine Seebestattungen
Auch Seebestattungen an der Ostseeküste sind vom Winterwetter
betroffen. Aufgrund der Witterung und der Eisbildung könnten bis zum
8. Februar keine Seebestattungen mit dem Fahrgastschiff der Weißen
Flotte in Stralsund angeboten werden, teilte das Unternehmen auf
seiner Website mit. Auch danach könne es noch zu Einschränkungen und
Absagen kommen./brd/sl/DP/mis
AXC0262 2026-01-26/19:57
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Autor: - dpa-AFX
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