| ROUNDUP 2/Von Hamburg bis Bayern: DWD warnt vor Glätte |
| 27.01.2026 07:35:00 |
Vorsicht beim Weg zur Arbeit: Schnee und Regen
können auch heute Morgen den Berufsverkehr ausbremsen. Fußgänger
müssen sich auf glatte Wege einstellen. Auch im Bahnverkehr müssen
sich Pendler und Reisende wegen des winterlichen Wetters noch auf
Einschränkungen einstellen.
In der Nacht blieb es zunächst weitestgehend ruhig auf den Straßen,
es kam nur zu wenigen Glätteunfällen. Verletzte gab es bisher nicht.
Selbst im verschneiten Nordbayern entspannte sich die Lage etwas,
wie Polizeipräsidien mitteilten. In Teilen Frankens bleiben
allerdings zahlreiche Straßen vorsorglich auch am Morgen gesperrt,
weil Bäume umstürzen oder Äste abbrechen könnten.
Ist die Wettergefahr gebannt?
Bereits am Montag hatten Fahrer, Reisende und Fußgänger mit den
Folgen von Schnee und Eisregen zu kämpfen - und wurden auf eine
Geduldprobe gestellt. Am Reiskirchener Dreieck bei Gießen etwa
harrten Menschen stundenlang in ihren Autos aus. Sie wurden vom
Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr mit Getränken und Decken
versorgt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen.
Die Glatteisgefahr ist allerdings noch nicht gebannt: Der Deutsche
Wetterdienst (DWD) erwartet in den nächsten Tagen einen Mix aus
Regen und Schnee. Vor allem in der Mitte Deutschlands ist mit
gefrierendem Regen zu rechnen.
Der DWD gab für große Teile Deutschlands eine Warnung vor markanter
Glätte heraus. Sie galt bis in den späten Dienstagmorgen hinein von
Hamburg bis zur Mitte Bayerns, für große Gebiete
Nordrhein-Westfalens. Es wurde empfohlen, nicht notwendige Fahrten
und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch in anderen Landesteilen
wurde Glätte nicht ausgeschlossen.
Ist bei der Bahn weiter mit Behinderungen zu rechnen?
Mit Weichenstörungen, vereisten Oberleitungen und Schneeverwehungen
hatte die Bahn zu Wochenstart zu kämpfen. Die Lage habe sich
"erheblich verbessert", sagte ein Bahnsprecher aber heute Morgen.
Seit dem Morgen fahren demnach auch wieder Fernverkehrszüge in
Richtung Ostsee - allerdings noch mit großen Einschränkungen.
Einzelne Verbindungen zwischen Berlin und Rostock sowie Stralsund
und zwischen Berlin und Binz fallen noch aus. Andernorts könne es zu
kleineren Verspätungen von fünf bis zehn Minuten kommen.
Zu Wochenbeginn fuhr kein Fernverkehr auf den Strecken
Berlin-Stralsund und Berlin-Rostock. Behinderungen gab es in anderen
Regionen.
Mit Blick auf Prognosen, wonach es am Dienstagnachmittag in Teilen
Nordrhein-Westfalens, Hessens und Baden-Württembergs gefrierenden
Regen mit erheblicher Glättegefahr geben könnte, schrieb die Bahn:
"Das kann zu Vereisungen von Weichen und Oberleitungen führen und
den Bahnverkehr vorübergehend beeinträchtigen."
In Berlin fahren auch am Morgen keine Straßenbahnen
Eine Front mit Niederschlägen überquerte Deutschland seit
Sonntagabend von Südwesten nach Nordosten. Auf glatten Straßen
ereigneten sich bereits zu Wochenbeginn Hunderte Unfälle. Meist
blieb es bei Blechschäden. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.
Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall
Lastwagen liegen und blockierten die Strecken.
In Berlin wurde der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen
eingestellt. Der Verkehr bleibe auf jeden Fall am Vormittag weiter
eingestellt, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit. "Solange
sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer
wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an."
Fällt erneut die Schule aus?
Zu Wochenbeginn kam mancherorts auch der Busverkehr zum Erliegen -
deswegen blieben viele Schulen geschlossen. Auch heute dürfte nicht
alles nach Plan laufen: Wegen des Winterwetters mit heftigen
Schneefällen haben mehrere fränkische Landkreise den
Präsenzunterricht abgesagt. Nach einer Liste des Kultusministeriums
soll es in einigen Landkreisen sowie unter anderem in Nürnberg,
Erlangen und Bamberg keinen Unterricht an den Schulen geben.
Winterchaos in den USA
Auch wenn große Teile Deutschlands unter einer weißen Schneedecke
liegen - die Menge reicht nicht an die Schneemassen in den USA
heran. In vielen US-Städten müssen sich die Menschen wegen eines
verheerenden Wintersturms durch regelrechte Schneehaufen kämpfen. Im
New Yorker Central Park lag der Schnee laut dem Sender CBS News am
Sonntag mit fast 30 Zentimetern so hoch wie noch nie seit Beginn der
Aufzeichnungen.
Für fast 90 Millionen Menschen des Landes galten am Montag Warnungen
vor extremer Kälte des US-Wetterdienstes. Die Auswirkungen von
Eiseskälte und Schneesturm forderten Medienberichten zufolge seit
dem Wochenende bereits mindestens 19 Tote. Gut eine halbe Million
Stromkunden waren in der Nacht zum Dienstag (US-Ostküstenzeit)
weiter von Versorgungsausfällen betroffen.
Extreme Kälte erschwere die Aufräumarbeiten. In Washington bleiben
öffentliche Schulen heute geschlossen. Die chaotische Situation im
Flugverkehr mit haufenweise Ausfällen dürfte sich in den nächsten
Tagen aber wieder normalisieren./cht/DP/zb
AXC0063 2026-01-27/07:35
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Autor: - dpa-AFX
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