| ROUNUP: Chinesische Fila-Mutter Anta will bei Puma groß einsteigen |
| 27.01.2026 09:33:00 |
Der chinesische Konzern Anta
Sports Products will groß beim deutschen Sportartikelhersteller Puma
einsteigen. Wie die Muttergesellschaft von Marken wie
Atomic, Fila, Jack Wolfskin, Salomon und Wilson am Dienstag in
Hongkong mitteilte, wird sie einen Anteil von 29,06 Prozent an Puma
von der französischen Milliardärsfamilie Pinault für insgesamt rund
1,5 Milliarden Euro erwerben. Behörden und Aktionäre müssten
allerdings noch zustimmen. Am Aktienmarkt kam dies gut an. Die
Puma-Aktie legte im frühen Handel deutlich zu.
Über den Einstieg der Chinesen bei Puma wird seit Monaten
spekuliert, nachdem die französische Milliardärsfamilie Berichten
zufolge einen Verkauf ihres Anteils in Erwägung gezogen hatte. Die
Pinaults halten 29 Prozent an Puma über ihre Finanzholding Artémis.
Der Kurs der im MDax notierten Aktie des deutschen
Herstellers hatte sich daher in den vergangenen Wochen kräftig von
ihrem im November erreichten Mehrjahrestief von 15,30 Euro erholt.
Am Dienstag ging es kurz nach dem Handelsstart auf gut 26 Euro nach
oben. Zuletzt notierten die Papiere mit 22,95 Euro noch gut sechs
Prozent im Plus.
Gemessen an diesem Kurs ist Puma an der Börse rund 3,4 Milliarden
Euro wert. Auch an der Börse in Hongkong kam Antas Ankündigung gut
an. Der zuletzt unter Druck stehende Kurs der Anta-Aktie legte etwas
mehr als ein Prozent auf 77,40 Hongkong-Dollar zu. Der Börsenwert
des chinesischen Unternehmens liegt damit bei rund 216 Milliarden
Hongkong-Dollar oder umgerechnet rund 23 Milliarden Euro.
Durch den Einstieg wird Anta größter Anteilseigner bei der deutschen
Traditionsmarke und strebt laut eigenen Angaben nach Abschluss des
Geschäfts eine "angemessene Vertretung" im Aufsichtsrat an. Anta
erwarte, mit der Beteiligung seine Präsenz und Markenbekanntheit im
globalen Sportartikelmarkt auszubauen, teilte das Unternehmen mit.
Puma, mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach, hatte zuletzt Verluste
gemacht und Boden gegenüber Konkurrenten wie Adidas
und Nike verloren. Unter dem neuen Konzernchef Arthur
Hoeld kündigte der Konzern den Abbau von 900 Stellen bis Ende dieses
Jahres und die Straffung des Produktportfolios an.
Anta wiederum setzt seine Expansion fort. Im vergangenen April hatte
der Konzern den deutschen Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin
übernommen, nachdem der vorherige Eigentümer Topgolf Callaway aus
Kalifornien sich entschieden hatte, die Marke weiterzuverkaufen.
Konkret sieht der jetzige Deal zwischen Anta und Artémis vor, dass
die Chinesen für den 29-prozentigen Anteil rund 43 Millionen
Puma-Aktien zu je 35 Euro erwerben. Damit liegt der Preis fast 62
Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag. Die Transaktion soll
bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.
"Damit werden wir die Globalisierung von Anta Sports weiter
beschleunigen und das nächste Wachstumskapitel in den globalen
Sportmärkten - einschließlich China - schreiben", sagte
Anta-Geschäftsführer Ding Shizhong laut Mitteilung.
/jon/zb/mne/tav/mis
ISIN DE000A1EWWW0 DE0006969603
AXC0108 2026-01-27/09:33
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Autor: - dpa-AFX
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