| ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Markt dreht leicht ins Minus |
| 27.01.2026 10:08:00 |
Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine
moderaten Anfangsgewinne nur kurz halten können und ist in negatives
Terrain abgerutscht. Der Dax notierte am Vormittag
0,1 Prozent tiefer bei 24.917 Punkten. Zum Handelsstart war der
Leitindex über die viel beachtete Marke von 25.000 Zählern
gestiegen, die er vor gut einer Woche unterschritten hatte.
Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verlor zuletzt
0,6 Prozent auf 31.643 Punkte. Dagegen ging es für den
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um rund 0,2 Prozent
nach oben.
Vor der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank
Fed könnte am Dienstagnachmittag die Bekanntgabe der Daten zum
US-Verbrauchervertrauen für Januar das Anlegerinteresse wecken.
"Andere Umfragen unter den Verbrauchern, wie das Michigan Sentiment,
haben bereits eine Verbesserung angezeigt und so sollte dies auch
heute der Fall sein", erwarten die Ökonomen der Helaba. "Im Hinblick
auf die Fed-Politik dürfte damit keine verstärkte Spekulation auf
eine Zinssenkung in den kommenden Monaten verbunden sein. Für die
Sitzung in dieser Woche wird ohnehin mit unveränderten Leitzinsen
gerechnet", so die Helaba.
Der Einstieg des chinesischen Sportartikelkonzerns Anta bei Puma
trieb die Aktien des Sportartikelherstellers zunächst
weiter deutlich in die Höhe. Nach ihrem fast 17-prozentigen
Kursgewinn am Vortag ging es am Dienstag in den ersten
Handelsminuten um bis zu 21 Prozent auf 26,21 Euro nach oben. Das
war der höchste Stand seit März 2025. Kurz darauf bröckelte der
Gewinn aber rasch ab auf zuletzt nur noch 3,3 Prozent.
Nachdem sich am Montag die Übernahmefantasie gehalten hatte, kam nun
Gewissheit: Puma bekommt mit Anta einen neuen Großaktionär. Der
Konzern, zu dem Marken wie Atomic, Fila, Jack Wolfskin, Salomon oder
Wilson gehören, übernimmt den 29-prozentigen Anteil von der
französischen Milliardärsfamilie Pinault für insgesamt rund 1,5
Milliarden Euro oder 35 Euro je Puma-Aktie. Der Preis liegt damit
fast 62 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag. Anta zahle
für den Anteil eine eindrucksvolle Prämie, kommentierte
Jefferies-Analyst James Grzinic.
Die Anteilsscheine von Fielmann legten nach einer
Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg um 1,2 Prozent zu. Trotz
überlegener Margen, Kapitalrenditen und Wachstumsraten sowie der
höchsten Dividendenrendite werde die Aktie der Optikerkette nahe
ihres Zehnjahrestiefs und mit einem Branchenabschlag gehandelt,
begründete Analyst Harrison Woodin-Lygo sein Anlagevotum.
Die Anleger von Friedrich Vorwerk freuen sich auch am
Dienstag über kräftige Kursgewinne. Mit plus 5,3 Prozent auf 100,20
Euro nahmen die Papiere des Energieanlagenbauers Kurs auf das
Rekordhoch vom Oktober. Binnen einer Woche haben sie sich damit um
rund ein Drittel verteuert. Am Vortag hatten starke Geschäftszahlen
angetrieben. Berenberg-Analyst Lasse Stueben lobte die starke
Marktposition und Projekt-Pipeline des Unternehmens und erhöhte sein
Kursziel von 105 auf 110 Euro./edh/jha/
ISIN DE0008469008 EU0009658145 DE0008467416
AXC0119 2026-01-27/10:08
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Autor: - dpa-AFX
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