| Brandanschlag auf Berliner Stromversorgung: Eine Million für Hinweis auf Täter |
| 27.01.2026 10:35:00 |
Wer der Polizei innerhalb der nächsten vier
Wochen entscheidende Informationen für die Aufklärung des
Brandanschlags auf die Berliner Stromversorgung Anfang Januar
liefert, kann mit einer Belohnung von bis zu einer Million Euro
rechnen. Das teilte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU)
mit. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatte die hohe
Belohnung bereits am Montag angekündigt.
Zeugenaufruf läuft bis zum 24. Februar
In einer Mitteilung des Bundeskriminalamts (BKA) bitten das BKA und
der Generalbundesanwalt die Bevölkerung um Hinweise auf den oder die
Täterinnen und Täter, die am 3. Januar durch einen Brandanschlag
mehrere Starkstromkabel in Berlin beschädigt hatten. Durch den
mutmaßlich linksextremistisch motivierten Anschlag war die
Stromversorgung von 45.000 Haushalten im Südwesten der Hauptstadt
tagelang ausgefallen.
Bekennerschreiben einer "Vulkangruppe"
Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen.
In einem Bekennerschreiben hatte eine der linksextremistischen
"Vulkangruppen", die seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg
immer wieder Brandanschläge auf die öffentliche Infrastruktur verübt
haben sollen, die Tat für sich reklamiert.
Islamismus und Rechtsextremismus nicht vernachlässigen
Dobrindt sagte, die Sicherheitsbehörden hätten den Linksextremismus
zwar immer mit im Blick gehabt. Die Betrachtung der
unterschiedlichen Phänomenbereiche sei jedoch "unterschiedlich
ausgeprägt" gewesen. Er werde nun dafür sorgen, dass die Beobachtung
des linksextremistischen und linksterroristischen Spektrums durch
das Bundesamt für Verfassungsschutz verstärkt werde. Das bedeute
jedoch nicht, dass man bei der Beobachtung von Rechtsextremisten
oder islamistischen Terroristen nachlassen werde./abc/DP/mis
AXC0123 2026-01-27/10:35
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Autor: - dpa-AFX
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