| ROUNDUP: Deutsche Autohersteller verteidigen Spitzenplatz in Europa |
| 27.01.2026 10:38:00 |
Die deutschen Autohersteller haben ihre
Marktanteile in Europa im vergangenen Jahr mehr als verteidigt.
Zusammen kamen die Konzerne VW , BMW
und Mercedes auf einen Marktanteil von 39,9 Prozent,
wie aus Zahlen des europäischen Herstellerverbands Acea hervorgeht.
Das waren 1,2 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Vor allem VW
baute seinen Marktanteil deutlich aus. Auch BMW legte zu, während
Mercedes stabil blieb.
Insgesamt legte der Autoabsatz in der EU 2025 um 1,8 Prozent auf
10,8 Millionen Fahrzeuge zu. Das ist der höchste Wert in diesem
Jahrzehnt - allerdings liegt der noch deutlich unter dem
Vor-Corona-Niveau von 13 Millionen Autos im Jahr 2019, wie eine
Analyse des Beratungsunternehmens EY zeigt. Damals lag der
Marktanteil der deutschen Konzerne mit 37,1 Prozent sogar 2,8
Prozentpunkte niedriger als 2025.
Der Anteil vollelektrischer Autos stieg deutlich von 13,6 auf 17,4
Prozent. Deutlich rückläufig ist dagegen der Anteil reiner Benziner,
der von 33,3 auf 26,6 Prozent absackte. Den höchsten Anteil am Markt
haben damit nun Hybride, die - Plug-in-Hybride nicht mitgezählt -
auf 34,5 Prozent kamen - 3,6 Punkte mehr als vor einem Jahr.
Tesla verliert auch europaweit deutlich
Blickt man auf die Konkurrenz der deutschen Konzerne, zeigt sich ein
gemischtes Bild. Bei Tesla wird der in Deutschland zu beobachtende
Einbruch auch europaweit deutlich - von 2,3 auf 1,4 Prozent
Marktanteil. Auch die Gruppe Stellantis , zu der unter
anderem Renault , Opel und Fiat gehören, verlor von
16,4 auf 15,3 Prozent.
Dagegen konnten die chinesischen Konzerne SAIC und BYD ihre
Marktanteile stark steigern: SAIC um ein Drittel, BYD konnte den
Wert sogar mehr als verdreifachen - beide allerdings auf niedrigem
Niveau. BYD kommt damit nun auf 1,2 Prozent Marktanteil, SAIC auf
1,9 Prozent.
Verhaltene Erwartung für 2026
"Wir haben im vergangenen Jahr zwar eine leichte Erholung des
Neuwagenmarkts gesehen. Insgesamt aber geht es nur im Schneckentempo
aufwärts", sagt Constantin M. Gall von EY. "Auch im kommenden Jahr
wird sich der Markt nur geringfügig erholen."
Denn nach wie vor seien die Rahmenbedingungen schlecht, und es
herrsche sowohl bei Privatkunden als auch Unternehmen große
Kaufzurückhaltung. Die Konjunktur schwächele, viele Menschen sorgten
sich um ihre Einkommensentwicklung oder den Arbeitsplatz. "Auch die
hohen Neuwagenpreise, die nicht zuletzt auf regulatorische Vorgaben
zurückzuführen sind, schrecken vom Neuwagenkauf ab", sagte der
EY-Experte./ruc/DP/jha
ISIN DE0005190003 DE0007100000 FR0000131906 DE0007664039 US88160R1014
AXC0125 2026-01-27/10:38
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Autor: - dpa-AFX
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