| Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise geben nach / Gold und Silber halten sich knapp unterhalb der jeweiligen Rekordmarken |
| 27.01.2026 10:43:00 |
Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken. Ein
Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März
kostete am Vormittag 65,32 US-Dollar. Das waren 0,6 Prozent weniger
als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate
(WTI) gab um 0,5 Prozent auf 60,48 Dollar nach. Leichte Bewegung im
Streit zwischen den USA und dem Iran drückte die Notierungen.
Der Iran ist nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump an
einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert.
Die Lage mit dem Iran sei "im Fluss", weil die US-Regierung eine
große Kriegsflotte in die Region entsandt habe, sagte Trump dem
US-Nachrichtenportal "Axios". "Wir haben eine große Armada neben dem
Iran. Größer als (vor der Küste von) Venezuela", sagte der
Republikaner. Er glaube aber, dass Teheran ein Abkommen schließen
wolle. "Sie wollen einen Deal machen. Das weiß ich. Sie haben
mehrfach angerufen. Sie wollen reden", fügte er hinzu.
Eine Flotte von Kriegsschiffen samt dem Flugzeugträger "USS
Abraham Lincoln" ist unterdessen in der Region angekommen, wie das
Regionalkommando des US-Militärs Centcom mitteilte. Nähere Angaben
zur genauen Position des Schiffsverbunds gab es nicht. Trump hatte
ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran wegen der Tötung
Tausender Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten in der
Islamischen Republik zuletzt nicht ausgeschlossen.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder
(OPEC) ist gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien
mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 63,69 US-Dollar je Barrel
(159 Liter), nach 62,92 Dollar am Freitag. Die OPEC berechnet den
Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis hielt sich unweit seines Rekordhochs vom Montag.
Zuletzt kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 5.086,42 US-Dollar
und damit 0,6 Prozent mehr als am Vorabend. Zum Wochenstart war Gold
bis auf gut 5.110 Dollar geklettert. Silber tendierte rund vier
Prozent fester bei 112,80 Dollar je Feinunze und damit ebenfalls nur
knapp unter dem Rekordhoch vom Vortag.
Geopolitische Unsicherheiten, Käufe der Zentralbanken und der
schwächere Dollar waren zuletzt stützende Faktoren bei den
Edelmetallpreisen. Über all dem steht das angeschlagene
Investorenvertrauen in den US-Dollar, die dessen Status als sicherer
Hafen zunehmend in Frage stellen.
spa/moe
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Autor: - APA/dpa-AFX/spa/moe
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