| ROUNDUP: Tesla schließt erstmals ein Jahr mit Umsatzrückgang ab |
| 28.01.2026 22:53:00 |
Tesla hat erstmals ein Jahr mit
einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Die Erlöse fielen 2025
angesichts gesunkener Auslieferungen um rund drei Prozent auf 94,8
Milliarden Dollar, wie der von Elon Musk geführte
Elektroauto-Hersteller am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.
Der Aktienkurs kletterte nach der Veröffentlichung zuletzt dennoch
um mehr als sieben Prozent nach oben. Experten verwiesen auf einen
höher als erwartet ausgefallenen Gewinn je Aktie im vierten Quartal.
Tesla verbuchte 2025 den zweiten jährlichen Rückgang der
Auslieferungen in Folge. Sie sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,636
Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit
etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht. 2024 hatte
der Umsatz trotz der niedrigeren Auslieferungen noch um ein Prozent
zugelegt.
Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres sanken die
Tesla-Auslieferungen um rund 15 Prozent. Im dritten Quartal trieb
die Torschlusspanik vor dem Auslaufen der US-Elektroautoprämie Ende
September den Absatz zwischendurch auf ein Rekordhoch. Im
Vierteljahr darauf folgte dann die Quittung mit dem nächsten
Rückgang.
Das schlug sich auch in der Bilanz nieder. Der Umsatz fiel im
vierten Quartal im Jahresvergleich um drei Prozent auf 24,9
Milliarden Dollar und der Gewinn sackte um 61 Prozent auf 840
Millionen Dollar ab.
Firmenchef Elon Musk spielt allerdings die Bedeutung des
Autoverkaufs für Tesla herunter und behauptet, dass die Zukunft des
Unternehmens in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen
Robotern liegen werde. In beiden Bereichen steht Tesla erst am
Anfang und trifft auf starke Konkurrenz.
So hat Tesla bisher nur ein paar Dutzend Robotaxis in der
texanischen Stadt Austin im Einsatz, die zumeist von Aufpassern im
Beifahrersitz begleitet werden. Die Google
-Schwesterfirma Waymo betreibt unterdessen mehr als
2.500 fahrerlose Wagen in mehreren US-Städten und ist auf
Expansionskurs.
US-Präsident Donald Trump sorgte unterdessen nicht nur dafür, dass
die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf eines
Elektroautos auslief, sondern entzog Tesla mit dem Aushöhlen der
Regeln zum CO2-Ausstoß auch eine verlässliche Geldquelle: Einnahmen
aus dem Handel mit Emissionszertifikaten. In den vergangenen Jahren
hatte Tesla die Gewinnsituation mit dem Verkauf der
Verschmutzungsrechte immer wieder ordentlich aufgebessert. Doch nun
sind andere Autobauer weniger daran interessiert. Teslas Erlöse aus
dem Zertifikatehandel fielen im vergangenen Quartal auf 542
Millionen Dollar. Im vierten Quartal 2024 waren es noch 692
Millionen Dollar gewesen - und 2,76 Milliarden Dollar im gesamten
Jahr.
Das Jahr 2025 lief für Tesla holperig. In den ersten Monaten war
Musk in Washington als Trumps Kostensenker im Regierungsapparat
aktiv. Dabei ging er eher rabiat vor und brüstete sich unter anderem
damit, die Entwicklungshilfe-Behörde "in den Holzhäcksler" geworfen
zu haben. Musk und Trump gingen im Frühsommer im Streit auseinander,
was der Präsident mit der Abschaffung der Elektroauto-Prämie
erklärte. Musk bestritt das. Inzwischen vertragen sich die beiden
wieder.
Wegen Musks Auftreten und seiner politischen Ansichten wandte sich
ein Teil der potenziellen Tesla-Käufer ab. Zu Jahresbeginn wurde
Tesla zudem vom Modellwechsel beim Bestseller Model Y gebremst.
Teslas futuristisch aussehender Elektro-Pickup Cybertruck wirkt wie
ein Flop.
In den USA griffen Autokäufer im vergangenen Jahr verstärkt zu
Fahrzeugen mit Verbrenner- und Hybrid-Antrieben - und in Europa
waren im Elektroauto-Markt andere Hersteller auf dem Vormarsch,
unter anderem aus China./so/DP/he
ISIN US88160R1014
AXC0284 2026-01-28/22:53
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Autor: - dpa-AFX
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