| AKTIEN IM FOKUS 2: Deutsche Bank schwach nach Zahlen - DWS mit Rekordhoch |
| 29.01.2026 11:30:00 |
(Neu: Kursverlauf im Xetra-Handel, weitere Details und Stimmen.)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der Deutschen Bank
und ihrer Tochtergesellschaft DWS haben am Donnerstag
unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Während die
Deutsche-Bank-Papiere nach der Veröffentlichung von Zahlen und
Ausblick des größten deutschen Kreditinstituts zeitweise um fast
drei Prozent absackten, ging es für die der Fondstochter DWS nach
einem positiven Ausblick um zehn Prozent nach oben auf ein
Rekordhoch von 63,20 Euro.
Die Aktien der Deutschen Bank waren zuletzt ebenfalls ziemlich gut
gelaufen und hatten mit 34,26 Euro Anfang Januar einen Höchststand
seit zwölf Jahren erreicht. Der europäische Bankenindex verharrt
aktuell gar auf dem höchsten Niveau seit 2008.
Am gestrigen Mittwoch waren die Papiere der Deutschen Bank dann aber
unter Druck geraten, nachdem Ermittler auf der Suche nach Beweisen
die Zentrale der Deutschen Bank in der Frankfurter City sowie
Geschäftsräume in Berlin durchsucht hatten.
Nach Angaben der federführenden Frankfurter Staatsanwaltschaft geht
es um frühere Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften,
die ihrerseits im Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben.
Ermittelt werde gegen "unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter"
des größten deutschen Geldhauses wegen des Verdachts der Geldwäsche.
Konzernchef Christian Sewing sagte den Behörden volle Unterstützung
bei der Aufklärung der Vorwürfe zu.
Die Deutsche Bank verzeichnete 2025 ein Vorsteuerergebnis von 9,7
Milliarden Euro auf Rekordniveau. Damit erreichte das Geldhaus nicht
nur sein Renditeziel, sondern übertraf auch die durchschnittlichen
Erwartungen von Analysten. Die Anteilseigner können sich nun auf
eine Dividende von 1,00 Euro freuen, rund anderthalbmal so viel wie
im Vorjahr. Zudem stellte das Institut weitere Aktienrückkäufe in
Aussicht. Getrübt wird der Geschäftserfolg durch die erneuten
Ermittlungen gegen Verantwortliche und Mitarbeiter der Bank wegen
des Verdachts der Geldwäsche, die am Tag vor der Bilanzvorlage
bekannt wurden.
Analysten lobten unisono die aktuelle und kommende
Geschäftsentwicklung des Geldhauses. Nach Aussage von Joseph
Dickerson vom Analysehaus Jefferies sind die Quartalsresultate
besser und die Ziele für 2026 weitgehend wie erwartet ausgefallen.
Mit Blick auf die geplanten Ausschüttungen im zweiten Halbjahr
könnten die Markterwartungen steigen.
Das Zahlenwerk habe von einer starken Geschäftsentwicklung im
Bereich Vermögensverwaltung profitiert, schrieb RBC-Expertin Anke
Reingen. Sie hob zudem positiv hervor, dass das Management die
Kosten unter Kontrolle halte. Mit dem Ausblick auf 2026 blieben die
Frankfurter auf einem guten Weg in Richtung ihrer für 2028
angestrebten Kapitalrendite (RoTE) von mindestens 13 Prozent,
betonte JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein.
Auch die DWS übertraf 2025 ihre Ziele und legte die Latte für die
kommenden Jahre jetzt höher. Zudem sollen die Aktionäre im Jahr 2027
eine Sonderdividende erhalten. Jefferies-Analyst Tom Mills sprach
von einer beeindruckenden Entwicklung unter dem derzeitigen
DWS-Management. Die Deutsche Bank hält knapp 80 Prozent der
DWS-Anteile./edh/ag/mis
ISIN DE0005140008 DE000DWS1007
AXC0183 2026-01-29/11:30
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Autor: - dpa-AFX
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