| Jetzt gegen Leverkusen?: Dortmund mit Dämpfer in die Playoffs |
| 29.01.2026 11:32:00 |
Bayer oder Bergamo - einen Wunschgegner hat
Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl für die Playoffs der
Champions League nicht. "Ehrlich gesagt ist es mir egal", sagte der
45-Jährige. Nach einem zähen und fußballerisch erneut sehr biederen
Auftritt beim 0:2 gegen Inter Mailand ist klar: Will der BVB ins
Achtelfinale, muss er sich deutlich steigern. Und zwar unabhängig
davon, ob es gegen die Leverkusener oder die Italiener geht. Der
Trend in der Champions League ist alarmierend.
Erst Leverkusen, dann die Bayern?
Aus den letzten drei Partien der Ligaphase holten die Westfalen
einen Punkt - beim enttäuschenden 2:2 gegen Bodö/Glimt. Dortmund gab
eine gute Ausgangsposition für die Auslosung an diesem Freitag um
12.00 Uhr in Nyon relativ leichtfertig aus der Hand. Der BVB muss
nun im Playoff-Rückspiel auswärts ran.
"Wenn du ins Achtelfinale willst, musst du egal wo und egal gegen
wen gewinnen", sagte Niko Kovac in erwartbarer Trainer-Manier. Gegen
den FC Brügge oder Karabach Agdam und mit dem Rückspiel vor mehr als
80.000 Fans im eigenen Stadion wäre es aber beispielsweise wohl
leichter. Kommt die Borussia weiter, geht es im Achtelfinale gegen
den FC Bayern München oder den englischen Tabellenführer FC Arsenal.
Beim Blick auf die aktuelle Spielweise des BVB ist schwer
vorstellbar, wie da das Viertelfinale möglich sein soll. Die neue
Herangehensweise mit dem Fokus auf defensive Stabilität genügt in
der Bundesliga für eine richtig starke Bilanz. Dortmund hat nach 19
Spielen 42 Punkte und wird wohl souverän erneut in die Königsklasse
einziehen. Gegen internationale Größen reicht es aber offenbar
nicht.
Ausnahmekönner im Formtief
Seine Siege feierte die Borussia gegen Bilbao, Kopenhagen und
Villarreal. Das sind der 29., 31. und 35. der Abschlusstabelle der
Champions League mit 36 Teams. Gegen Manchester City und Tottenham
Hotspur war der BVB chancenlos, gegen Inter erspielte man sich eine
einzige Großchance, die Mittelstürmer Serhou Guirassy kläglich
vergab.
Dem Revierclub fehlen derzeit Spieler, die international den
Unterschied machen, eine Partie alleine entscheiden können. Guirassy
kann so einer sein, steckt aber seit Wochen in der Formkrise. "Ich
glaube, in dieser Situation hat man wirklich gesehen, dass er
nachdenkt", sagte Kehl zur Mega-Chance des 29-Jährigen. "Im letzten
Jahr hätte er den Ball einfach angenommen und eiskalt reingemacht."
Wohl keine Neuzugänge mehr
Auch Karim Adeyemi und Julian Brandt waren schon mal besser drauf.
Zu oft fehlen in dieser Saison Kreativität und Überraschungsmomente.
Hinzu kommen Personalprobleme. Gegen Inter hatte Kovac nur vier
fitte Feldspieler als Einwechseloptionen zur Verfügung. Sorgen mit
Blick auf die Kadergröße hat Kehl aber nicht. "Der Kader wird am
Wochenende wieder deutlich größer aussehen", sagte der frühere
Nationalspieler vor der Partie gegen den 1. FC Heidenheim (Sonntag,
17.30 Uhr/DAZN) und ergänzte mit Blick auf die laufende
Transferphase: "Wir haben im Moment keinen absoluten Bedarf, noch
etwas machen zu müssen."/the/DP/mis
ISIN DE0005493092
AXC0184 2026-01-29/11:32
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Autor: - dpa-AFX
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