| AKTIE IM FOKUS 2: Microsoft brechen ein - Bedenken am Wachstum im KI-Bereich |
| 29.01.2026 23:05:00 |
(neu: Spitzenminus, Tief seit April, Schlusskurs)
NEW YORK (dpa-AFX) - Big Tech hat am Donnerstag am New Yorker
Aktienmarkt nach Quartalszahlen von Microsoft und
Meta die Akzente gesetzt. Während die Meta-Anleger
Grund zum Jubeln hatten, kamen jene von Microsoft ins Grübeln.
Anleger gaben dem an den US-Börsen dann auch etwas mehr Gewicht.
Die Titel des Softwareriesen rutschten am Donnerstag mit gut 420
US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende April ab. In der Spitze
hatten die Aktien 12,5 Prozent eingebüßt, bevor sie den Abschlag mit
dem Schlusskurs von 433,50 Dollar auf 10 Prozent reduzierten. Sie
belasteten damit weite Teile des Tech-Umfelds. Der davon geprägte
Leitindex gab nach, obwohl der Social-Media-Riese Meta bessere
Nachrichten zu bieten hatte.
Microsoft konnte zwar dank einer weiter hohen Nachfrage rund um
Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste erneut kräftig
zulegen, allerdings fiel das Wachstum im zweiten Quartal des
Geschäftsjahres 2025/26 nicht mehr so hoch aus wie im Vorquartal.
Zusammen mit den Sorgen über die stark gestiegenen Kosten belastet
das nachlassende Wachstum den Aktienkurs.
Die Microsoft-Aktien, die in den vergangenen Monaten bereits einen
schweren Stand hatten, entfernten sich mit dem Abschlag am
Donnerstag weiter vom Rekordhoch von rund 555 Dollar Ende Juli.
Titel aus dem Software-Sektor waren weltweit unter Druck, was auch
ein Kurseinbruch von 16 Prozent bei SAP zeigte. In
den USA verloren Salesforce -Titel mehr als sechs
Prozent.
Der Ausblick von Microsoft für das Cloud-Geschäft im laufenden
Quartal wurde überwiegend als eher verhalten eingestuft.
Finanzchefin Amy Hood verwies erneut darauf, dass Kapazitätsengpässe
das Wachstum in der Cloud-Sparte ausbremsen. Daher seien hohe
Investitionen notwendig.
Diese führten wohl erst einmal nicht zu nennenswert höherem
Wachstumstempo im Cloud-Geschäft Azure, schrieb Gabriela Borges von
Goldman Sachs und senkte das Kursziel um 55 auf 600 US-Dollar.
Kapazitätsengpässe prägten weiter das Geschäft, hieß es von Mark
Murphy von JPMorgan. Der Umsatzausblick für das dritte
Geschäftsquartal liege währungsbereinigt etwas unter den
Erwartungen. Auch Murphy reduzierte das Kursziel, und zwar um 25 auf
550 Dollar.
In den vergangenen Monaten kam Microsoft beim Ausbau der
Infrastruktur nicht hinterher, unter anderem weil die Nachfrage nach
Cloud-Angeboten und Produkten mit Künstlicher Intelligenz so stark
gewachsen ist./ajx/zb/mis/tih/jha/he
ISIN US5949181045 US30303M1027
AXC0391 2026-01-29/23:05
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Autor: - dpa-AFX
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