| WDH/ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Microsoft belastet Nasdaq |
| 30.01.2026 06:43:00 |
(In der Meldung vom Donnerstagabend wurde im zweiten Absatz ein
fehlendes Wort ergänzt.)
NEW YORK (dpa-AFX) - Inmitten einer Flut von Geschäftszahlen hat der
Softwarekonzern Microsoft am Donnerstag das Geschehen an den
US-Börsen negativ beeinflusst. Die Standardwerte im Dow Jones
Industrial entwickelten sich zwar robust, doch an der
Nasdaq-Börse war der Handel geprägt von neuen Bedenken rund um das
Thema KI-Investitionen. Zeitweise sorgte es auch für Unsicherheit,
dass die USA dem Iran mit einem Präventivschlag drohten.
Neben den Zahlen der Tech-Riesen Meta und Tesla
fiel Microsoft mit einem Kursrutsch
von letztlich zehn Prozent auf. Die Unruhe war zeitweise immens, der
Nasdaq 100 hatte in der Spitze mehr als zwei Prozent
eingebüßt. Bei einem Schlussstand von 25.884,30 Punkten verringerte
sich der Abschlag aber noch auf 0,53 Prozent. Seine Annäherung an
das Rekordhoch bekam damit einen Dämpfer.
Der Wall-Street-Leitindex Dow Jones Industrial konnte sich dem
schwachen Umfeld mit seinem Schlusskurs von 49.071,56 Punkten
entziehen. Erst im späten Handel hatte er es noch mit 0,11 Prozent
ins Plus geschafft. Der marktbreite S&P 500
orientierte sich mit einem Abschlag von 0,13 Prozent auf 6.969,01
Zähler noch etwas mehr an der Nasdaq.
Microsoft konnte zwar dank einer weiter hohen Nachfrage rund um
Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste im zweiten
Geschäftsquartal erneut kräftig wachsen, allerdings nicht mehr so
deutlich wie im Vorquartal. Sorgen um die Wachstumstreiber mischten
sich mit Bedenken wegen stark gestiegener Kosten. Die Aktien
konterten ihre jüngste Erholung mit dem tiefsten Stand seit Ende
April. In der Breite wurden auch andere Softwarewerte wie etwa
Salesforce belastet.
Die Meta-Anteile konnten dies an der Nasdaq mit einem Kursanstieg um
mehr als zehn Prozent nicht aufwiegen. Der Facebook-Mutterkonzern
überzeugte mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum, das die
Aktien auf den höchsten Stand seit Ende Oktober trieb. Das
Werbegeschäft des Internetkonzerns nehme weiter Fahrt auf und zeige
den positiven KI-Einfluss, urteilte Goldman-Sachs-Experte Eric
Sheridan.
Beim dritten Tech-Riesen aus dem Kreis der "Magnificent 7", dem
Elektroautobauer Tesla, kamen die neuesten Nachrichten mit einem
Abschlag von 3,5 Prozent nicht gut an. Die Gewinnschätzungen waren
zwar übertroffen worden, doch es wurden Milliarden-Investitionen zur
Umstrukturierung der Produktion angekündigt. Konzernchef Elon Musk
setzt auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis.
Im Dow gab es einige Gegengewichte zu Microsoft. Die Titel von IBM
zogen dort nach Zahlenvorlage um gut fünf Prozent an.
Das IT-Urgestein überzeugte mit starkem Wachstum, das die Aktien in
Richtung des Rekordes vom November trieb. Bestmarken setzen konnte
der Baumaschinenhersteller Caterpillar - neben dem
Kurs auch mit dem höchsten Jahreserlös der Geschichte.
Zweiter im Dow wurden nach Zahlenveröffentlichung die Anteile von
Honeywell . Sie profitierten mit einem fast fünf
Prozent großen Anstieg davon, dass der Ausblick des Mischkonzerns
die Erwartungen übertraf. Außerdem soll eine geplante Abspaltung der
Luft- und Raumfahrtsparte schneller über die Bühne gehen als
erwartet.
Die Titel von Visa profitierten kurz vor dem eigenen
Quartalsbericht mit einem Anstieg um 1,5 Prozent von guten Zahlen
des Konkurrenten Mastercard , die im marktbreiten S&P
500 um 4,3 Prozent anzogen. Der Kreditkartenanbieter meldete ein
Quartalsergebnis über den Erwartungen.
Einen Rekord aufstellen konnten die Titel des Rüstungskonzerns
Lockheed Martin , indem sie nach der Zahlenvorlage um
4,2 Prozent anzogen. Eine noch deutlichere Rally gab es bei
Southwest Airlines mit einem Kurssprung um fast 19
Prozent. Die Fluggesellschaft machte mit ihren Quartalszahlen
Hoffnung auf eine Trendwende./tih/he
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0046 2026-01-30/06:43
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Autor: - dpa-AFX
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