| Tojners Asta Energy feiert fulminantes Börsendebüt / Erster Kurs 46 Prozent über dem Ausgabepreis - Vorstandschef: "Öffnen neues Kapitel" -Ausbau der Produktion und Recycling-Kapazitäten geplant |
| 30.01.2026 13:17:00 |
Der österreichische Kupferspezialist
Asta Energy Solutions, der dem österreichischen Industriellen
Michael Tojner gehört, ist bei seinem Debüt an der Frankfurter Börse
mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der erste Kurs
wurde am Freitag mit 43,00 Euro festgestellt, 46 Prozent über dem
Ausgabepreis von 29,50 Euro. Im weiteren Verlauf bröckelte der Kurs
etwas ab und notierte am Vormittag bei rund 40 Euro.
Asta-Chef Karl Schäcke läutete die Glocke zum ersten Börsengang
des Jahres in Frankfurt. "Mit dem IPO öffnen wir ein neues Kapitel."
Asta habe nun die Mittel, das Wachstumstempo in den nächsten Jahren
zu erhöhen und kräftig in den Ausbau der Produktion zu investieren.
Das Unternehmen mit Sitz in Oed im Süden von Wien ist ein
wichtiger Zulieferer für die Energiewende. Mit rund 1.400
Mitarbeitern fertigt Asta Energy weltweit an sechs Standorten,
darunter Indien und China, Kupferkomponenten. Diese werden in
Hochspannungstransformatoren, Generatoren und zunehmend auch in
Rechenzentren verbaut. Aus dem Börsengang fließen der Firma 125 Mio.
Euro über eine Kapitalerhöhung zu, die vor allem in den Ausbau der
Kapazitäten in allen Regionen gesteckt werden sollen. Weitere Mittel
sollen in die Recycling-Sparte in Brasilien und Europa sowie in die
Schuldentilgung bei der bisherigen Muttergesellschaft Montana
fließen.
Pläne für Standort in den USA
Mehrheitsaktionär von Asta bleibt der österreichische Unternehmer
Tojner mit knapp 55 Prozent. Er stellte beim Börsengang eine
Expansion in die USA in Aussicht: "Mit der soliden Eigenkapitalbasis
werden wir die nächsten Schritte gehen - in Recyclingkapazitäten
investieren und vielleicht sogar eine Anlage in den USA eröffnen."
Tojner ist in Deutschland auch als Großaktionär des
Batterieherstellers Varta bekannt.
Außerdem tritt der deutsche Energietechnikkonzern Siemens Energy
als Ankerinvestor auf. Er hatte sich verpflichtet, Aktien im Wert
von rund 25 Mio. Euro zu zeichnen, was rechnerisch einem Anteil von
rund sechs Prozent entspricht. Insgesamt hatte Asta bereits im
Voraus für knapp ein Drittel der Anteile Zusagen vorliegen. Der
Streubesitz liegt nach der Zuteilung bei rund 39 Prozent. Die Aktien
waren bereits am oberen Ende der Angebotsspanne zugeteilt worden.
Das Emissionsvolumen beläuft sich damit auf 190 Mio. Euro.
sag/mjk
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Autor: - APA/Reuters/sag/mjk
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