| Wehrdienst-Fragebogen: Ruf nach Ausfüllpflicht für Frauen |
| 30.01.2026 14:27:00 |
Die Frauen-Union fordert, den neuen
Wehrdienst-Fragebogen der Bundeswehr auszuweiten und Frauen
verpflichtend zum Ausfüllen heranzuziehen. In einem Antrag für den
CDU-Bundesparteitag Mitte Februar, der dem Redaktionsnetzwerk
Deutschland und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verlangen die
Frauen, das jüngst beschlossene Modell der Freiwilligkeit beim
Wehrdienst "umgehend weiterzuentwickeln".
Konkret heißt es im Antrag, sowohl Frauen als auch Männer sollten
den Fragebogen "verpflichtend" ausfüllen. Bislang erhalten ihn alle,
die 18 werden, aber nur Männer müssen reagieren, Frauen können
freiwillig Auskunft geben.
Zudem soll der Bogen inhaltlich erweitert werden: Wer angibt, keinen
Wehrdienst leisten zu wollen, sollte nach dem Willen der
Frauen-Union künftig gefragt werden, ob stattdessen Interesse an
einem Einsatz im sozialen Bereich - etwa in der Kinder- und
Jugendhilfe oder Altenhilfe - oder im Zivil- und Katastrophenschutz
besteht. Diese Daten sollten demnach an Wohlfahrtsverbände sowie
Organisationen wie das Technische Hilfswerk (THW) oder das Deutsche
Rote Kreuz (DRK) weitergegeben werden, um potenzielle Freiwillige
gezielt anzusprechen.
Wehrdienst-Modell steht vor Bewährungsprobe
Hintergrund ist der neue, zum 1. Januar 2026 eingeführte Wehrdienst,
der zunächst auf Freiwilligkeit setzt. Sollte es der Bundeswehr mit
Hilfe des Fragebogens nicht gelingen, genügend Freiwillige zu
gewinnen, behält sich die schwarz-rote Koalition die Einführung
einer sogenannten Bedarfswehrpflicht vor.
Die CDU-Frauen fordern für diesen Fall frühzeitig Vorbereitungen
auch für einen Ersatzdienst zu treffen und die Attraktivitätsanreize
des Wehrdienst-Solds auf einen solchen Dienst zu
übertragen./skc/DP/stw
AXC0201 2026-01-30/14:27
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Autor: - dpa-AFX
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