| Tausende Häuser in Kiew nach Stromkollaps ohne Heizung |
| 01.02.2026 10:19:00 |
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem
großen Stromausfall Tausende Häuser ohne Heizung. Fast 3.500 Häuser
in verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole seien betroffen,
teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner
abendlichen Videobotschaft mit. "Die Stadt, die Versorgungsbetriebe
und die Energieversorger versprechen, die Situation in Bezug auf die
Wärme bis morgen früh so weit wie möglich zu beheben. Aber das Tempo
muss schneller sein", sagte Selenskyj.
Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes war ein
Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem
Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im
Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die
Energieunternehmen, regionalen und lokalen Behörden gewesen. "Die
Ursachen werden derzeit untersucht", sagte Selenskyj.
Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps
gewesen. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe
Einmischung oder einen Cyberangriff", sagte Selenskyj. Das Land habe
auch seine Stromimporte erhöht.
Klitschko: Metro-Züge fahren wieder
Nach Angaben des Energieministeriums ist die Versorgung vielerorts
inzwischen wiederhergestellt. In Kiew teilte Bürgermeister Vitali
Klitschko nach einem stundenlangen Ausfall der Metro mit, dass auf
allein drei Linien der Zugverkehr wieder laufe.
Das Energiesystem der Ukraine ist vor allem nach den vielen
russischen Angriffen schwer beschädigt. Immer wieder kommt es zu
Stromausfällen. Am Samstag meldeten ukrainischen Medien einen
Blackout, der aber technische Ursachen hatte.
Russland hatte einer Bitte von US-Präsident Donald Trump zugestimmt,
angesichts der Kälte und schweren Schäden an der Infrastruktur bis
zu diesem Sonntag auf Angriffe auf die Energieanlagen der Ukraine zu
verzichten. Selenskyj beklagt, dass die sich die Attacken auf die
Bahn- und andere Verkehrsinfrastruktur verlagert hätten. "Es ist
offensichtlich, dass die Russen unsere Städte voneinander
abschneiden wollen", sagte er in seiner Videobotschaft. Er danke
alle, die sich dagegen wehren.
Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe
gegen den russischen Angriffskrieg. Trotz laufender Verhandlungen
unter US-Vermittlungen ist ein Frieden bisher nicht in
Sicht./mau/DP/zb
AXC0026 2026-02-01/10:19
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Autor: - dpa-AFX
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