| Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister: 'Deutsche sind nicht faul' |
| 01.02.2026 10:25:00 |
Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister
Karl-Josef Laumann findet in der Debatte um vermeintlich faule
Beschäftigte in Deutschland klare Worte. "Nein. Die Deutschen sind
nicht faul", sagte der CDU-Vize auf eine entsprechende Frage im
Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Sie seien nach
wie vor sehr fleißig. Deutschland habe eine sehr hohe Erwerbsquote.
Gleichzeitig müsse Wohlstand erarbeitet werden. Laumann zeigte aber
Verständnis für eine hohe Teilzeitquote.
"Lifestyle-Teilzeit" sorgt für Diskussionen
Seit Monaten zielen Forderungen aus der Union bis hin zum Kanzler
Friedrich Merz (CDU) auf mehr Arbeitsmoral in Deutschland ab.
Zuletzt hatten Teile der Union gefordert, den Rechtsanspruch auf
Teilzeitarbeit einzuschränken und mit der Formulierung
"Lifestyle-Teilzeit" für Aufregung gesorgt. In der Spitze der Partei
wird der Vorstoß der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) jedoch
nicht unterstützt. So wird ihm beim CDU-Parteitag im Februar eher
keine Chance eingeräumt. Auch Laumann erklärte nun, der Antrag werde
in dieser Form nicht durchkommen.
Er betonte: "Wir haben andere Probleme zu lösen, als über den
Rechtsanspruch auf Teilzeit zu diskutieren." Er fügte hinzu: "Die
Menschen sollten die Freiheit haben, solche Entscheidungen für sich
zu treffen." Wenn jemand aus persönlichen Gründen Teilzeit arbeite
und dafür auf einen Teil seines Lohns verzichte und nicht dem Staat
auf der Tasche liege, "ist das nichts, wo die Politik eingreifen
sollte".
"Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl"
Dass Menschen wegen ihrer individuellen Lebensgestaltung in Teilzeit
gingen, sei kein Massenphänomen, betonte Laumann. Viele würden
Kinder großziehen oder Angehörige pflegen. Mit Blick auf den Begriff
"Lifestyle-Teilzeit" sagte Laumann, man sollte bei dem Thema
aufpassen, wie man formuliere. "Ich würde mir bei der Diskussion von
dem einen oder anderen manchmal ein bisschen mehr
Fingerspitzengefühl wünschen."/thn/DP/zb
AXC0033 2026-02-01/10:25
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Autor: - dpa-AFX
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