| Portugal erwartet neue Unwetter - Sorge vor Überschwemmungen |
| 01.02.2026 12:58:00 |
Das von bereits drei Winterstürmen hart
getroffene Portugal hat sich auf weitere Unwetter mit
Überschwemmungen durch heftige Regenfälle vorbereitet. Ein
Atlantiktief werde ab Sonntagabend neben ergiebigen Niederschlägen,
die in höheren Lagen in Schnee übergehen könnten, auch wieder
stürmische Winde und hohen Wellengang an den Küsten bringen, warnte
der nationale Wetterdienst Ipma.
Und schon für Dienstagabend wurde gleich eine weitere Regenfront
erwartet. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihr Hab und Gut,
Autos sowie auch Vieh rechtzeitig aus niedrig gelegenen Flächen
entlang Flüssen und in der Nähe von Stauseen in Sicherheit zu
bringen. Mit Überschwemmungen wurde vor allem entlang der Flüsse
Mondego, Douro, Águeda und Tejo gerechnet.
Sorgen bereitet den Meteorologen vor allem, dass die Böden bereits
sehr von den Niederschlägen der vorherigen Stürme gesättigt sind und
kaum noch zusätzliche Wassermengen aufnehmen können. Damit steige
die Gefahr von Erdrutschen. Zudem seien Staudämme bereits randvoll
und müssten aus Sicherheitsgründen Wasser ablassen, was zu weiteren
Überschwemmungen führen könne, berichtete der staatliche TV-Sender
RTP.
Stürme mit Windgeschwindigkeiten über 200 Kilometer pro Stunde
In den vergangenen zehn Tagen waren bereits drei schwere Stürme über
Portugal hinweggefegt. Bei weitem am verheerendsten war der Sturm
"Kristin", der vergangenen Mittwoch vor allem die Mitte des Landes
traf und schwere Verwüstungen anrichtete. Es wurden
Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer pro Stunde
gemessen, was sonst eher bei tropischen Wirbelstürmen in anderen
Weltregionen beobachtet wird.
Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende Haushalte
waren zeitweise ohne Strom und Internet. Der Verkehr wurde durch
umgestürzte Bäume, Überschwemmungen und Erdrutsche stark
beeinträchtigt. Tausende Dächer wurden beschädigt, durch die
ungehindert Regenwasser in die Gebäude eindringt.
Sturmtiefs ziehen weiter Richtung Spanien
Am Sonntag waren immer noch 180.000 Haushalte und Gewerbebetriebe
ohne Strom, vielerorts funktionierten auch Telefon- und
Internetverbindungen noch nicht wieder. Für rund 60 Gemeinden wurde
der Notstand ausgerufen, um schnellere Hilfe zu ermöglichen.
Von Portugal aus ziehen die atlantischen Sturmtiefs weiter Richtung
Osten nach Spanien, wo sie für nasskaltes und ungemütliches
Winterwetter sorgen könnten. Auf Mallorca als liebster Ferieninsel
der Deutschen aber schien am Sonntag noch überwiegend die Sonne bei
angenehmen Temperaturen bis 16 Grad. Doch in der kommenden Woche
könnte es nach Angaben des nationalen Wetterdienstes Aemet auch dort
wieder Schauer geben. Und an einigen Stränden und Hafenmolen bestand
weiter Gefahr durch hohen Wellengang./ro/DP/zb
AXC0068 2026-02-01/12:58
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Autor: - dpa-AFX
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