| Gewerkschaft verkündet Einigung für MAN-Werk in Salzgitter |
| 01.02.2026 17:17:00 |
Im Streit um den Standort Salzgitter des Bus-
und Lastwagenherstellers MAN gibt es laut IG Metall und Betriebsrat
eine Einigung. Es gebe ein weitreichendes Tarifergebnis für
Salzgitter, das die Beschäftigten langfristig schütze, teilte die
Gewerkschaft mit.
Im Zentrum des Abschlusses steht nach Angaben der IG Metall der
verbindliche Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis
zum 31. Dezember 2035. Ergänzt werde diese Zusage durch eine Option
auf Verlängerung, wodurch eine Perspektive bis 2040 entstehe.
Millioneninvestition für Salzgitter
"Sollte es künftig zu einer Verringerung der Belegschaftsstärke
kommen müssen, kann dies im Rahmen der demografischen Entwicklung
umgesetzt werden", heißt es in der Mitteilung vom Sonntag. Eine
Investitionszusage in Höhe von 59 Millionen Euro flankiere diese
Standortentscheidung.
Der Konzern mit Sitz in München wollte die Entwicklung auf Nachfrage
nicht kommentieren. Aus Unternehmenskreisen war aber zu hören, dass
es eine Einigung gegeben habe. Die Beschäftigten am Standort in
Niedersachsen sollen demnach in der kommenden Woche über die genaue
Ausgestaltung informiert werden. Die Marke MAN gehört zur Traton
Group, die eine Tochtergesellschaft von Volkswagen
ist.
Standort zunächst nicht Teil der Einigung
Im November vergangenen Jahres hatte MAN angekündigt, über zehn
Jahre hinweg 2.300 Jobs in Deutschland abbauen zu wollen. 600 davon
sollten in Salzgitter wegfallen. Vor wenigen Tagen gab es eine
Einigung mit der Arbeitnehmerseite, nach der MAN bis Ende 2030 fast
eine Milliarde Euro in deutsche Standorte investieren will. Diese
Einigung galt zunächst jedoch nicht für Salzgitter.
MAN-Chef Alexander Vlaskamp hatte nach der vorigen Einigung mit den
anderen Standorten von einem ausgewogenen Programm gesprochen, das
die Wettbewerbsfähigkeit von MAN sichere. Das Unternehmen will durch
die Maßnahmen bis 2028 die Kosten um 900 Millionen Euro senken.
Teil der Maßnahmen ist allerdings auch, dass wesentliche
Investitionen für die nächste Fahrzeuggeneration in Osteuropa
vorgenommen werden. Dies sieht die IG Metall kritisch, weil sie eine
weitere Abwanderung dorthin befürchtet./bch/DP/he
ISIN DE0007664039 DE000TRAT0N7
AXC0079 2026-02-01/17:17
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Autor: - dpa-AFX
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