| Historischer Wintereinbruch: Bombenzyklon trifft USA |
| 01.02.2026 17:22:00 |
Ein schwerer Wintersturm hat Schnee,
Orkanböen, Sturmfluten und gefährliche Kälte in den Südosten der USA
gebracht. Ein Tiefdruckgebiet vor der Küste entwickelte sich in der
Nacht zum Sonntag nach Angaben des nationalen Wetterdienstes zu
einem sogenannten Bombenzyklon - einem explosiv erstarkenden
Wintersturm.
Im US-Bundesstaat North Carolina fielen örtlich Schneemengen, die zu
den höchsten seit Beginn der Aufzeichnungen zählen. An der Küste
wurden bis zum Morgen (Ortszeit) teils mehr als 25 Zentimeter
gemessen, in Charlotte war es bis dato der viertschneereichste Tag
seit fast 150 Jahren. Betroffen waren auch South Carolina sowie
Teile von Georgia und Virginia.
Gefährliche Windchill-Temperaturen
Auch weiter südlich sorgte die hinter dem Sturm nachströmende
arktische Kaltluft für ungewöhnliche Wetterphänomene. In Florida
meldeten Meteorologen neue Kälterekorde für den Monat Februar: Die
Temperaturen sanken teils bis unter den Gefrierpunkt - sogar in
Teilen Südfloridas. Solche Werte seien dort zuletzt Ende der 1980er
Jahre gemessen worden, teilte der Wetterdienst mit.
Behörden warnten vor lebensgefährlichen Windchill-Temperaturen, also
gefühlten Temperaturen, die oft deutlich unter den gemessenen Werten
liegen, weil starker Wind der Haut Wärme entzieht. Dadurch steigt
das Risiko für Unterkühlungen und Erfrierungen deutlich.
Zweiter Wintersturm in Folge
Der neue Sturm folgt auf die extreme Kälte und auf starke
Schneefälle vom vergangenen Wochenende, bei denen nach
Medienberichten mindestens 85 Menschen in mehreren US-Bundesstaaten
ums Leben kamen. Hunderttausende Haushalte sind vielerorts noch
immer ohne Strom und damit ohne Heizung. Mit den neuen Ausfällen
waren landesweit am Sonntagmorgen mehr als 150.000 Haushalte und
Betriebe betroffen, besonders in Mississippi und Tennessee.
Auch der Flugverkehr blieb stark eingeschränkt: Mehr als 1.100 Flüge
wurden am Sonntag gestrichen, nachdem bereits am Samstag rund 2.500
Verbindungen ausgefallen waren. Zudem kam es auf vereisten Straßen
zu zahlreichen Unfällen und Lieferverzögerungen./hae/DP/he
AXC0084 2026-02-01/17:22
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Autor: - dpa-AFX
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