| Baywa-Aufsichtsräte weichen dem Druck - Rukwied bleibt |
| 01.02.2026 18:14:00 |
Beim Münchner Krisenkonzern Baywa
weichen nach mehreren Spitzenmanagern auch drei Aufsichtsräte dem
Druck von Eigentümern und Aktionären. Prominentester Name unter den
scheidenden Unternehmenskontrolleuren ist die CSU-Politikerin Monika
Hohlmeier, die das Gremium zum 31. März verlassen wird. Neben der
Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef
Strauß beendet auch der österreichische Raiffeisen-Funktionär und
Manager Michael Höllerer seine Tätigkeit im Baywa-Aufsichtsrat
vorzeitig am 31. März. Im Mai wird dann auch Monique Surges gehen,
die Leiterin der deutschen Handelskammer in Neuseeland.
Langzeit-Aufsichtsräte in der Kritik
In der Baywa-Mitteilung nicht als einer der Scheidenden genannt ist
Bauernpräsident Joachim Rukwied, der dem Gremium seit 2013 angehört.
Der vor allem im Agrarhandel tätige Konzern ist seit 2024 in der
Krise. Auslöser waren Schulden von über fünf Milliarden Euro, die
der Münchner Konzern in den 2010er Jahren im Zuge einer missglückten
Auslandsexpansion aufgetürmt hatte. Deswegen sind neben dem
damaligen Vorstand auch die Langzeit-Aufsichtsräte unter Druck
geraten. Am deutlichsten wurde die Anlegergemeinschaft DSW: "Wie mit
Pattex festgeklebt", kritisierte deren Vizepräsidentin Daniela
Bergdolt auf der Hauptversammlung 2025.
Schärfere Auswahlkriterien für den Vorstand
Nicht zu den Angesprochenen zählt der Aufsichtsratsvorsitzende
Gregor Scheller, der erst seit 2024 amtiert und damit nicht zu den
Verantwortlichen der Schieflage gehört. Im Baywa-Vorstand haben
wegen der Krise bereits zwei Vorsitzende und der langjährige
Finanzvorstand den Posten geräumt. Unter Schellers Regie soll der
Aufsichtsrat nun auch seine Arbeitsweise verändern, die
Auswahlkriterien den Aufsichtsrat wurden bereits
verschärft./cho/DP/he
ISIN DE0005194062
AXC0089 2026-02-01/18:14
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Autor: - dpa-AFX
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