| Machado hält Übergang in Venezuela für 'unaufhaltsam' |
| 01.02.2026 19:25:00 |
Friedensnobelpreisträgerin María
Corina Machado hält einen politischen Übergang in Venezuela weg von
den verbliebenen Machtstrukturen des gestürzten Präsidenten Nicolás
Maduro für unausweichlich. "Am Ende werden sie verstehen, vielleicht
sogar sehr bald, dass es in ihrem eigenen Interesse liegt zu
akzeptieren, dass dieser Übergang unaufhaltsam ist", sagte Machado
im Interview der CBS-Sendung "Face the Nation".
Machado verwies darauf, dass jüngste Veränderungen unter der
geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf externen Druck
zurückgingen. "Alles, was Delcy Rodríguez derzeit tut, geschieht,
weil sie Anweisungen befolgt, die sie aus den Vereinigten Staaten
erhält." Würde dieser Druck weggenommen, "würde sie sofort umkehren
und dorthin zurückgehen, wo ihre Loyalität liegt", sagte Machado.
Amnestie und Ölreform unter neuer Regierung
Die Regierung Venezuelas hatte zuletzt eine umfassende Amnestie für
politische Gefangene angekündigt. Seit dem US-Militäreinsatz am 3.
Januar zur Gefangennahme des autoritären Machthabers Maduro hat
Caracas unter Druck aus Washington bereits Hunderte politische
Häftlinge freigelassen. Viele von ihnen waren bei Protesten gegen
die von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl Maduros im Jahr
2024 festgenommen worden.
Zudem billigte das venezolanische Parlament jüngst eine Reform der
Ölindustrie, die zusätzliche ausländische Investitionen in den
Energiesektor ermöglichen soll.
Rodríguez gelangte nach Maduros Festnahme wegen mutmaßlicher
Drogendelikte als frühere Vizepräsidentin an die Staatsspitze. Sie
gilt als eine der loyalsten Figuren aus Maduros Machtzirkel und ist
die zentrale Ansprechpartnerin der USA innerhalb der venezolanischen
Führung - insbesondere bei Verhandlungen über die Verwaltung der
umfangreichen Ölvorkommen des südamerikanischen Landes./ppz/DP/he
AXC0099 2026-02-01/19:25
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Autor: - dpa-AFX
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