| Guirassy trifft wieder: BVB mit viel Mühe gegen Heidenheim |
| 01.02.2026 19:36:00 |
Nur noch sechs Punkte Rückstand auf den FC
Bayern: Ausgerechnet Krisen-Stürmer Serhou Guirassy hat Borussia
Dortmund mit einem Doppelpack gegen den 1. FC
Heidenheim neue Hoffnung im Meisterschaftsrennen der
Fußball-Bundesliga gegeben. Der Tabellenzweite rang das Schlusslicht
nur mit viel Mühe nach einem lange ganz schwachen Auftritt mit 3:2
(1:1) nach 1:2-Rückstand nieder.
Der seit Wochen formschwache Guirassy drehte dabei mit einem
Doppelschlag (68. Minute/Handelfmeter, 69.) das Spiel, verschoss
indes auch einen weiteren Foulelfmeter (85.). Waldemar Anton hatte
Dortmund zuvor in Führung geschossen, Heidenheims Julian Niehues
ebenfalls per Doppelpack (45.+5/48.) den Außenseiter aber von der
großen Überraschung träumen lassen.
Egal wie: Dortmund nutzt Bayern-Patzer aus
Am Ende blieben die Gäste aber weiter seit zwei Monaten sieglos. Auf
den Relegationsrang hat das Team von Trainer Frank Schmidt nun
bereits fünf Punkte Rückstand. Anders der BVB, der das
Bundesligateam ist, das am längsten ungeschlagen ist. Mit 45 Punkten
aus 20 Spielen stehen die Westfalen so gut da wie seit Jahren nicht.
Zudem nutzten die Dortmunder die beiden Patzer von Tabellenführer
München gegen Augsburg (1:2) und gegen den HSV (2:2) aus und
verkürzten den Rückstand binnen einer Woche von elf auf sechs
Zähler.
Trotz der sehr guten Tabellensituation der Dortmunder ließ das Spiel
einmal mehr arg zu wünschen übrig. Im ersten Durchgang war es vor
allem ein Hängen und Würgen, was die 81.365 Zuschauer zu sehen
bekamen. Dortmund spielte ohne jeglichen Esprit gegen den
Tabellenletzten. Ein Offensiv-Plan war kaum erkennbar. Wenn es mal
gefährlich wurde, wirkte es eher zufällig als einstudiert. Torszenen
gab es kaum.
Die erste Chance des Spiels hatten sogar die biedern Gäste. Doch
Eren Dinkci wirkte zu überrascht, als ihm der Ball nach knapp einer
halben Stunde im Strafraum vor die Füße fiel. Die Leihgabe des SC
Freiburg schob den Ball in die Arme von BVB-Keeper Gregor Kobel.
Lange Zeit schwaches BVB-Spiel
Auf der Gegenseite hatte Guirassy gut zehn Minuten später die große
Möglichkeit, seine Torflaute zu beenden. Der Guineer lupfte den Ball
indes an die Latte. Guirassy bekam trotz seiner anhaltenden
Formkrise einmal mehr die Chance von Beginn an und war auch an der
BVB-Führung beteiligt.
Den früheren Dortmunder Diant Ramaj im Heidenheimer Tor irritierte
der Angreifer nach einer Ecke so sehr, dass der den Ball fallen ließ
und Anton nur noch einschieben musste. Das Tor zählte, obwohl
Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck kurz zuvor in einer ähnlichen
Situation auf der anderen Seite auf Behinderung von BVB-Torhüter
Gregor Kobel erkannt hatte.
Die ohnehin etwas glückliche Führung hatte bis zur Pause dennoch
keinen Bestand. Der Heidenheimer Mathias Honsak trieb den Ball über
Linksaußen nach vorne und profitierte dabei auch von einer
Verletzung von Filippo Mané, der das Laufduell abbrechen musste und
in der Pause ausgewechselt wurde. Im Strafraum verwertete Niehues
den Ball im zweiten Versuch und dabei im Fallen. Unverdient war dies
nicht, denn von Dortmund kam bis dahin viel zu wenig.
Als Heidenheim in Führung ging, tobt das Stadion
Und nach dem Seitenwechsel kam es noch dicker. Erneut Niehues
brachte den großen Außenseiter mit einem satten Weitschuss sogar in
Führung. Die Quittung dafür war ein wütendes Pfeifkonzert,
insbesondere der Fans auf der Südtribüne. Auffallend bei den
Gastgebern war vor allem das weiter unsaubere Passspiel, das Kovac
schon vor Wochen moniert hatte. Etliche Bälle wurden schlampig und
in den falschen Fuß gespielt.
Kovac reagierte auf den Rückschlag und wechselte Maximilian Beier
und Carney Chuwuemeka ein. Die Angriffsbemühungen waren indes viel
zu umständlich und teilweise zu eigensinnig. Die Pfiffe nahmen immer
mehr zu und schlugen nach 67 Minuten aber Jubel um, nachdem
Schiedsrichter Jöllenbeck nach Intervention des Videoschiedsrichters
dem BVB nachträglich einen Handelfmeter zusprach. In Abwesenheit des
erkrankten Kapitäns Emre Can übernahm Guirassy die Verantwortung,
nachdem der eigentlich vorgesehene Nico Schlotterbeck seinem
Torjäger den Vortritt ließ. Der traf dann zum Ausgleich.
Dies schien den Angreifer, der zuvor erst einmal im neuen Jahr
getroffen hatte, zu beflügeln. Direkt mit dem nächsten Angriff
vollstreckte der 29-Jährige zur glücklichen Führung der Dortmunder,
die erst danach befreiter aufspielten. Guirassy war es indes auch,
der es in der Schlussphase verpasste, das Spiel per Foulelfmeter zu
entscheiden und den Ball über das Tor jagte./lap/DP/he
ISIN DE0005493092
AXC0100 2026-02-01/19:36
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Autor: - dpa-AFX
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