| ROUNDUP: Portugal erwartet neue Unwetter - Sorge vor Überschwemmungen |
| 01.02.2026 19:54:00 |
Das von bereits drei Winterstürmen hart
getroffene Portugal hat sich auf weitere Unwetter mit
Überschwemmungen durch heftige Regenfälle vorbereitet. Die ersten
Ausläufer eines Atlantiktiefs erreichten am Abend vor allem den
Norden und das Zentrum des Landes. Laut Vorhersage des nationalen
Wetterdienstes Ipma zieht im Laufe der Nacht ein größeres Regentief
über ganz Portugal hinweg. "Wir bereiten uns auf den schlimmsten
Fall vor", sagte die Bürgermeisterin von Coimbra, Ana Abrunhosa, dem
staatlichen TV-Sender RTP. Es wurde befürchtet, dass Dämme und
Deiche den befürchteten Wassermassen nicht standhalten könnten.
Nur eine Woche vor der Stichwahl um das Präsidentenamt verlängerte
die Regierung in Lissabon den Notstand bis zum. 8. Februar, wie RTP
und andere portugiesische Medien berichteten. Damit sollen Hilfs-
und Wiederaufbaumaßnahmen erleichtert werden. Zudem beschloss die
Regierung ein Hilfspaket in Höhe von 2,5 Milliarden Euro.
Schon für Dienstagabend wurde eine weitere Regenfront erwartet. Die
Behörden riefen die Menschen auf, ihr Hab und Gut, Autos sowie auch
Vieh rechtzeitig aus niedrig gelegenen Flächen entlang Flüssen und
in der Nähe von Stauseen in Sicherheit zu bringen. Mit
Überschwemmungen wurde vor allem entlang der Flüsse Mondego, Douro,
Águeda und Tejo, der durch Lissabon fließt, gerechnet.
Sorgen bereitet den Meteorologen vor allem, dass die Böden bereits
sehr von den Niederschlägen der vorherigen Stürme gesättigt sind und
kaum noch zusätzliche Wassermengen aufnehmen können. Damit steige
die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen. Zudem seien
Staudämme bereits randvoll und müssten aus Sicherheitsgründen Wasser
ablassen, wodurch es zu weiteren Überschwemmungen kommen könne,
berichtete TV-Sender RTP.
Stürme mit Windgeschwindigkeiten über 200 Kilometer pro Stunde
In den vergangenen zehn Tagen waren bereits drei schwere Stürme über
Portugal hinweggefegt. Bei weitem am verheerendsten war der Sturm
"Kristin", der vergangenen Mittwoch vor allem die Mitte des Landes
traf und schwere Verwüstungen anrichtete. Es wurden
Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer pro Stunde
gemessen, was sonst eher bei tropischen Wirbelstürmen in anderen
Weltregionen beobachtet wird.
Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende Haushalte
waren zeitweise ohne Strom und Internet. Der Verkehr wurde durch
umgestürzte Bäume, Überschwemmungen und Erdrutsche stark
beeinträchtigt. Tausende Dächer wurden beschädigt, durch die
ungehindert Regenwasser in die Gebäude eindringt. Am Sonntagabend
waren immer noch 167.000 Haushalte und Gewerbebetriebe ohne Strom,
vielerorts waren auch Telefon- und Internetverbindungen betroffen.
Sturmtiefs ziehen weiter Richtung Spanien
Von Portugal aus ziehen die atlantischen Sturmtiefs weiter Richtung
Osten nach Spanien, wo sie für nasskaltes und ungemütliches
Winterwetter sorgen könnten. Auf Mallorca als liebster Ferieninsel
der Deutschen aber schien am Sonntag noch überwiegend die Sonne bei
angenehmen Temperaturen bis 16 Grad. Doch in der kommenden Woche
könnte es nach Angaben des nationalen Wetterdienstes Aemet auch dort
wieder Schauer geben. Und an einigen Stränden und Hafenmolen bestand
weiter Gefahr durch hohen Wellengang./ro/DP/he
AXC0101 2026-02-01/19:54
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Autor: - dpa-AFX
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