| Gold- und Silberpreis gibt weiter massiv nach |
| 02.02.2026 07:23:00 |
An den Edelmetall-Märkten haben sich am Montag
die Turbulenzen vom Wochenausklang fortgesetzt. Nach einer
monatelang anhaltenden Rekordrally gaben Gold und vor allem Silber
weiter massiv nach. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1
Gramm) fiel im frühen Handel um bis zu acht Prozent auf rund 4.500
US-Dollar, nachdem er am Freitag bereits um neun Prozent abgesackt
war.
Damit liegt der Goldpreis inzwischen fast 1.100 Dollar oder fast ein
Fünftel unter seinem erst am Donnerstag erreichten Rekordhoch von
5.595 Dollar. Trotz der deutlichen Verluste ist Gold aber noch etwas
teurer als Ende 2025 und das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr
um 65 Prozent gestiegen war.
Beim Silber fällt der Einbruch vom Rekordhoch noch drastischer aus.
Der Preis für eine Feinunze sackte am Montag um bis zu weitere 15
Prozent auf 72,79 Dollar ab. Das Minus am Freitag hatte nach
heftigen Turbulenzen mit einem zwischenzeitlichen Abschlag von 36
Prozent am Handelsende 26 Prozent betragen.
Der Silberpreis am Montag liegt rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch
von 121,65 Dollar. Wie Gold kostet Silber trotz der massiven
Verluste seit dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch immer noch
etwas mehr als Ende 2025.
Wesentlicher Auslöser des jüngsten Goldpreisrutsches war die
Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger
für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump.
Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu
einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten,
dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese
oftmals auf Kredit "zocken", kommen sie bei fallenden Preisen
schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den
Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die
Lage bereinigt ist./zb/mis/jha/
ISIN XC0009655157
AXC0050 2026-02-02/07:23
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Autor: - dpa-AFX
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