| AKTIEN IM FOKUS: Anleger machen bei Rüstungswerten Kasse |
| 02.02.2026 11:56:00 |
In einem nervösen Handelsumfeld haben
Rüstungswerte am Montag an ihre jüngsten Verluste angeknüpft. Die
Branche litt unter anhaltenden Gewinnmitnahmen. So fielen
Rheinmetall unter den größten Verlierern im Dax
um 1,6 Prozent auf 1.753 Euro, nachdem sie
zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Anfang Januar gesackt
waren. Der deutsche Leitindex legte am späten Vormittag moderat zu.
Auslöser der unsicheren Marktlage, die mit den Gewinnmitnahmen bei
Rüstungswerten einherging, war der jüngste Einbruch bei den Preisen
von Gold und Silber. Dieser wiederum hatte Ende der Vorwoche seine
Ursache darin, dass der frühere Fed-Gouverneur Kevin Warsh von
US-Präsident Donald Trump als Nachfolger für US-Notenbank-Chef
Jerome Powell nominiert wurde. Dadurch wurden an den Märkten Zweifel
geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der
Geldpolitik kommen wird.
Nicht wenige Spekulanten, die mit Kredit auf weiter anziehende
Preise der Edelmetalle gesetzt hatten, wurden davon wohl auf dem
falschen Fuß erwischt. Diese müssen dann Positionen glattstellen,
was die Preise weiter belastet - eine Abwärtsspirale entsteht, bis
die Lage bereinigt ist. Eine solche Entwicklung kann sich dann
vorübergehend auch auf andere Märkte, etwa die für Aktien,
auswirken.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, schrieb dazu: "Die
auch durch Erhöhungen von Sicherheitsanforderungen der Terminbörsen
ausgelösten Kursverluste der Edelmetalle - bei Silber die höchsten
jemals an einem einzelnen Tag gemessenen - lösen automatische
technische Verkäufe in anderen Vermögenswerten aus, obwohl diese mit
der starken Kurskorrektur dort nichts zu tun haben." Zuletzt seien
zu viele Anleger in Edelmetalle investiert gewesen und von der
scharfen Korrektur am Freitag unvorbereitet getroffen worden. Nun
müssten sie andere Positionen verkaufen, um die Verluste zu decken.
Dass die Anleger jetzt bei Rüstungswerten weiter Kasse machten,
verwundert nicht, da diese auch im neuen Jahr überdurchschnittlich
stark gestiegen sind. Für den Sektor sprechen weiterhin die
Anforderungen der Nato angesichts des russischen Angriffskriegs auf
die Ukraine sowie die geopolitischen Krisenherde, nachdem Irans
oberster Führer im Falle eines US-Angriffs vor einer regionalen
Eskalation gewarnt hatte.
Unter den weiteren Rüstungsaktien büßten TKMS 2,6
Prozent und Hensoldt 2,8 Prozent ein.
Renk hingegen gaben nur leicht nach. Das Analysehaus
Jefferies hatte den Panzergetriebehersteller als Rüstungsfavoriten
eingestuft. Die Expertin Chloe Lemarie verwies dabei auf die
Erwartung, dass das Unternehmen in diesem Jahr besonders von den
deutschen und europäischen Investitionen in die Verteidigung
profitieren wird./la/tih/jha/
ISIN DE0007030009 DE000HAG0005 DE000RENK730 DE000TKMS001
AXC0133 2026-02-02/11:56
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Autor: - dpa-AFX
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