| ROUNDUP 2: USA stimmen sich vor Iran-Gesprächen mit Israel ab |
| 03.02.2026 20:48:00 |
(Aktualisierung: Angaben von Netanjahus Büro ergänzt)
JERUSALEM (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund regionaler Spannungen ist
der US-Sondergesandte Steve Witkoff in Israel mit dem dortigen
Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammengekommen. Netanjahu
habe dabei Israels Position dargelegt, dass der Iran immer wieder
bewiesen habe, dass seinen Versprechen nicht zu trauen sei, teilte
das Büro des israelischen Regierungschefs mit. Laut israelischen
Medienberichten ging es bei dem Treffen um die Abstimmung von
Positionen vor Verhandlungen Witkoffs mit der iranischen Seite, die
am Freitag in Istanbul erwartet werden.
Auch der israelische Verteidigungsminister Israel Katz,
Generalstabschef Ejal Zamir und der Chef des israelischen
Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, sollten an den
Beratungen teilnehmen.
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Staatsführung mehrfach
mit Militärschlägen gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens
staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten
Massenprotesten. Dabei sollen Tausende, wenn nicht sogar
Zehntausende Menschen getötet worden sein. Der Iran hat mit
Gegenschlägen gegen Israel und die USA gedroht. Das US-Militär hat
seine Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut.
Trotz der angespannten Situation seien die Gespräche zwischen den
Vereinigten Staaten und dem Iran weiter geplant, machte
US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt klar.
Israels Skepsis gegenüber möglichem Verhandlungserfolg
Nach Medienberichten geht Israel eher von einem Scheitern der
Verhandlungen zwischen Washington und Teheran aus. Die Führung in
Jerusalem habe aber dennoch die Sorge, die USA könnten sich mit
einer Einigung nur in der Frage des iranischen Atomprogramms
zufriedengeben. Zwei für Israel ebenfalls zentrale Fragen, nämlich
das Raketenprogramm und die Unterstützung Teherans für
israelfeindliche Kräfte in der Region, könnten dabei außen vor
bleiben, so die Befürchtung laut der israelischen Zeitung "Jediot
Achronot".
"Kanonenboot-Diplomatie" der USA gegenüber Iran
"Die Verstärkung der amerikanischen Streitkräfte - parallel zu
Berichten über Verhandlungen mit Iran - entspricht der Strategie der
Trump-Regierung, "maximalen Druck" auszuüben, insbesondere
wirtschaftlich, verbunden mit der demonstrativen Zurschaustellung
militärischer Abschreckung, die eine schnelle Einsatzoption
ermöglicht, falls die Diplomatie kein Ergebnis bringt", schrieb die
israelische Politikwissenschaftlerin Ruth Pines Feldman in einem
Beitrag für die Wirtschaftszeitung "Globes". "Es handelt sich um
eine Form der "Kanonenboot-Diplomatie", die darauf abzielt,
politische Ziele durch die Demonstration militärischer Stärke zu
erreichen und mit Krieg zu drohen, sollte die Gegenseite den
Forderungen nicht nachkommen."/le/DP/he
AXC0271 2026-02-03/20:48
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Autor: - dpa-AFX
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