| ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax sinkt - Anleger wieder vorsichtiger |
| 04.02.2026 10:39:00 |
Am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger am
Mittwoch wieder etwas vorsichtiger agiert. Die Commerzbank verwies
auf die Besorgnis bezüglich der Einführung neuer Tools rund um
Künstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung
traditioneller Geschäftsmodelle. Das hatte zuletzt vor allem die
Aktien von Software- und Datenbankanbieter belastet. Stützend wirkte
hingegen die anhaltende Erholung der Gold- und Silberpreise, deren
scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet
hatte.
Der Leitindex Dax büßte anfängliche moderate Gewinne
ein und fiel um 0,6 Prozent auf 24.624 Punkte. Die runde Marke von
25.000 Punkten, die am Dienstag nur kurz überwunden werden konnte,
bleibt damit eine große Hürde für das Börsenbarometer.
Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte sank um 0,4
Prozent auf 31.410 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
ging es um 0,4 Prozent nach unten.
Im Fokus bleiben die geopolitischen Konfliktherde. So blicken
Anleger gespannt darauf, was Unterhändler Russlands und der Ukraine
in Abu Dhabi in Bezug auf ein erhofftes Kriegsende ausloten. Was den
Iran betrifft, hat das US-Militär offenbar eine iranische
Überwachungsdrohne unweit der Südküste des Landes abgeschossen.
Derweil ist der Ort für geplante Verhandlungen zwischen den USA und
dem Iran nach Aussagen aus Teheran noch nicht festgelegt.
Auf Sektorebene hatte ein Bericht im "Handelsblatt" über die
Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate durch die Europäische
Union unterschiedliche Auswirkungen. Mit minus fünf Prozent davon
belastet wurden die Aktie von Heidelberg Materials ,
während viele Titel aus dem Chemiebereich davon profitierten. BASF
stiegen im Dax um vier Prozent. Im MDax zogen Evonik
, Wacker Chemie und Lanxess
zwischen 4,9 und 6,4 Prozent,
In dem Medienbericht heißt es unter Berufung auf einen hochrangigen
EU-Beamten, die EU-Kommission wolle ihr wichtigstes
Klimaschutzinstrument, den Europäischen Emissionshandel,
abschwächen. Geplant sei, über einen längeren Zeitraum als bisher
vorgesehen kostenlose Zertifikate auszugeben, um energieintensive
Unternehmen wie etwa aus der Chemiebranche zu entlasten.
Heidelberg Materials dagegen litt unter der Nachricht - laut
Händlern, weil Anleger zuletzt darauf gesetzt hätten, dass der
Zementkonzern ein Vorreiter dabei sei, die Produktion emissionsfrei
zu machen. Dies wollten sich die Heidelberger eigentlich teuer
bezahlen lassen, argumentierte der Börsianer.
Zudem richteten sich die Blicke auf Geschäftszahlen des Chipkonzerns
Infineon und nach US-Börsenschluss auf die der
Google-Mutterkonzern Alphabet . Infineon verzeichnete
auch im ersten Geschäftsquartal eine dynamische Nachfrage bei KI,
während das Marktumfeld ansonsten verhalten blieb. Die von Analysten
viel beachtete Marge für das operative Geschäft sank zwar, fiel aber
damit besser aus, als von Analysten zuvor erwartet. Angesichts des
Booms im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz im laufenden
Geschäftsjahr erhöht Infineon zudem seine Investitionen kräftig. Die
Aktien von Infineon rutschten im Handelsverlauf ins Minus und
verloren zuletzt 2,5 Prozent.
Die Papiere von PVA Tepla brachen als Schlusslicht im
Nebenwerteindex SDax um gut 16 Prozent ein. Das
Technologieunternehmen hatte im vergangene Jahr in einem anhaltend
schwierigen Marktumfeld weniger Umsatz erzielt und verdient. Zudem
enttäuschte der Ausblick./la/mis
ISIN DE0008469008 EU0009658145 DE0008467416
AXC0127 2026-02-04/10:39
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Autor: - dpa-AFX
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| DAX | 23.591,03 | -224,72 | -0,94% |
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| Dow Jones (EOD) | 47.501,55 | -453,19 | -0,95% |
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| S & P 500 (EOD) | 6.740,02 | -90,69 | -1,33% |
| SMI | 13.095,55 | -202,75 | -1,52% |
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| CHF/US$ | 1,2871 | 0,01 | 0,50% |
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| baha Brent Indication | 90,78 | 6,58 | 7,82% |
| Gold | 5.132,48 | 30,16 | 0,59% |
| Silber | 82,27 | -1,89 | -2,24% |
| Platin | 2.121,91 | -38,48 | -1,78% |
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