| Erste Chemie-Tarifrunde ohne Ergebnis - Fronten bleiben hart |
| 04.02.2026 14:14:00 |
Die erste bundesweite Tarifrunde für die
Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist ohne
Einigung zu Ende gegangen. Die Gespräche seien nach zwei Tagen ohne
Ergebnis vertagt worden, teilten beide Seiten am Mittwoch mit. Sie
werden am 23. und 24. Februar in Wiesbaden fortgesetzt.
Bei den Verhandlungen geht es um die Bezahlung von rund 585.000
Beschäftigten der Branche in Deutschland in 1.700 Betrieben.
Vertreter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG
BCE) und des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) hatten seit
Dienstag in Hannover erstmals auf Bundesebene verhandelt.
Während die Arbeitgeberseite Lohnzurückhaltung fordert, will die
Gewerkschaft mit höheren Entgelten die Kaufkraft stärken und
verlangt daneben tarifvertragliche Instrumente zur
Beschäftigungssicherung. Im Januar hatte es bereits regionale
Tarifgespräche gegeben, die aber ohne Ergebnis geblieben waren. Der
aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus.
Gewerkschaft lehnt Nullrunde ab
Ein konkretes Angebot hätten die Arbeitgeber während der zweitägigen
Gespräche nicht vorgelegt, hieß es bei der Gewerkschaft. Von einem
Abschluss seien beide Seiten noch weit entfernt. "Die Arbeitgeber
sehen kaum Spielraum beim Entgelt", sagte IG-BCE-Verhandlungsführer
Oliver Heinrich und machte klar: "Eine Nullrunde wird es mit uns
nicht geben. Die Arbeitgeber müssen sich noch deutlich bewegen."
BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk verteidigte dagegen die
Forderung nach einer "tarifpolitischen Atempause". Die Branche habe
in den vergangenen Jahren enorm an Substanz verloren. "Es gibt auf
absehbare Zeit keine Zuwächse, die wir verteilen können", so Bürk.
"Machen wir Arbeit am Standort Deutschland noch teurer, verschärfen
wir die Krise."
Auf deutliche Ablehnung stieß die Forderung der IG BCE nach einer
tariflichen Beschäftigungssicherung. "Sichere Arbeitsplätze lassen
sich nicht verordnen", sagte Bürk. "Der beste Schutz für
Arbeitsplätze am Standort Deutschland ist ein Sofortprogramm für
mehr Wettbewerbsfähigkeit", fügte er hinzu. "Je schneller wir wieder
wettbewerbsfähig werden, desto besser sind die Perspektiven für die
Beschäftigung."/fjo/DP/stk
ISIN DE000BAY0017 DE000A1DAHH0 DE000BASF111 DE0005470405 DE000EVNK013
AXC0183 2026-02-04/14:14
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Autor: - dpa-AFX
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