| ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Rekord in London und Zürich - EuroStoxx verliert |
| 04.02.2026 18:29:00 |
Europas Börsen haben am Mittwoch
uneinheitlich geschlossen. Während die Leitindizes in London und der
Schweiz Rekordhöhen erreichten, gab der mit zahlreichen deutschen
Aktien gespickte Leitindex der Euroregion, der EuroStoxx 50
nach.
Allgemein sorgten vor allem Gerüchte über eine Lockerung des
EU-Emissionshandels für Gewinne. Besonders die Chemie- und die
Autobranche profitierten. In Großbritannien wirkten sich die
steigenden Kurse der dort schwer gewichteten Öl- und Rohstoffbranche
positiv aus. Die Ölpreise legten weiter zu, wenn auch moderater als
am Vortag, als der Abschuss einer iranischen Überwachungsdrohne
durch die USA bekannt geworden war. Gebremst wurde die
Aufwärtstendenz an den Aktienmärkten allerdings durch deutliche
Verluste im Technologiesektor.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Tag
mit einem Abschlag von 0,41 Prozent auf 5.970,47 Zähler. Außerhalb
der Euroregion gewann der britische Leitindex 1,07 Prozent auf
10.424,90 Punkte, nachdem er zeitweise in Richtung 10.500 Punkte
gestiegen war. Der schweizerische SMI zog um 1,01
Prozent auf 13.508,12 Punkte hoch. Ihm war es im Verlauf des
Nachmittags gelungen, bei etwas unter 13.590 Punkten ein Rekordhoch
zu erreichen.
Die am Donnerstag anstehende Zinsentscheidung der Europäischen
Notenbank (EZB) bewegte kaum. Erwartet wird, dass die EZB die
Leitzinsen weiter unverändert beibehalten wird. Allerdings: "Die
Rufe nach einer EZB-Zinssenkung dürften lauter werden", merkte
Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank angesichts des jüngsten
Rückgangs der Inflation im Euroraum an. "Nicht nur, dass die
Teuerungsrate nun unter dem EZB-Zielniveau von zwei Prozent liegt,
vielmehr kommt nun mit den höheren Euro-Notierungen ein weiterer
Punkt hinzu, der zu einem Umdenken in der EZB führen könnte."
Unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten hatte das
"Handelsblatt" berichtet, dass die EU-Kommission ihr wichtigstes
Klimaschutzinstrument, den Europäischen Emissionshandel, abschwächen
will. Geplant sei, über einen längeren Zeitraum als bisher
vorgesehen kostenlose Zertifikate auszugeben, um energieintensive
Unternehmen - etwa aus der Chemie- oder Autobranche - zu entlasten.
Im EuroStoxx legten BASF und Air Liquide
zu. Auch Autobauer wie BMW , Mercedes
und VW profitierten.
Der Blick der Anleger richtete sich zudem auf Novo Nordisk
, die um etwas mehr als 17 Prozent einbrachen. Der
dänische Hersteller von Diabetes- und Abnehmmedikamenten erwartet
für das Jahr 2026 einen Umsatzrückgang. Es wäre der erste seit fast
einem Jahrzehnt. Zudem wird das US-Geschäft durch die Einigung mit
der Trump-Administration belastet, die Medikamentenpreise zu senken.
Novartis legten in Zürich nach anfänglichen Verlusten
um 1,6 Prozent zu. Auch dieser Pharmakonzern hatte mit seinem
Ausblick etwas enttäuscht. Das vierte Quartal sei aber solide
ausgefallen, hieß es etwa von der schweizerischen Großbank UBS.
Aktien aus dem Bankensektor standen nach Quartalszahlen ebenfalls im
Blick. UBS -Papiere büßten 6,3 Prozent ein, waren
allerdings seit Anfang Dezember auch kräftig gestiegen. Die
Erwartungen seien dank höherer Erträge und strikter Kostenkontrolle
übertroffen worden, kommentierte Barclays-Analystin Flora Bocahut.
Die Entwicklung der Netto-Neugelder sei allerdings schwächer gewesen
und auch das Aktienrückkaufvolumen sei verringert worden.
Credit Agricole verloren in Paris 3,0 Prozent. Hohe
Kosten für den Umbau des Italien-Geschäfts ließen Ende 2025 die
Gewinne der französischen Großbank einbrechen.
Die Papiere von Santander gaben um 3,5 Prozent nach.
Die Großbank will sich in den Vereinigten Staaten verstärken und
einigte sich mit Webster Financial auf eine
Übernahme. Die Bewertung des Unternehmens erscheine zwar angemessen,
aber die verstärkte Hinwendung zum US-Markt dürften an der Börse
nicht allzu gut ankommen, hieß es von Jefferies./ck/he
ISIN GB0001383545 EU0009658145 CH0009980894
AXC0268 2026-02-04/18:29
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Autor: - dpa-AFX
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