| Weiter turbulent: Preise für Gold und Silber geben wieder nach |
| 05.02.2026 09:51:00 |
An den Edelmetall-Märkten geht es am Donnerstag
nach einer Erholung der beiden vergangenen Tage wieder nach unten.
Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm)
gab im frühen Handel bis zu dreieinhalb Prozent nach, konnte sich
zuletzt aber wieder etwas erholen. Mit 4.925 Dollar lag der
Goldpreis aber immer noch knapp ein Prozent unter dem Niveau vom
Mittwochabend und rund zwölf Prozent unter dem erst vor einer Woche
erreichten Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar. Seitdem schwankt der
Wert von Gold heftig.
Am Montag war der Wert einer Feinunze Gold bis auf fast 4.400 Dollar
gefallen. Danach konnte sich der Preis deutlich erholen. Damit
belief sich die Handelsspanne in den vergangenen Tagen auf fast
1.200 Dollar - also rund zwölf Prozent um die 5.000-Dollar-Marke,
über die der Goldpreis erstmals Anfang vergangener Woche geklettert
war.
Noch drastischer waren die Turbulenzen beim Preis für Silber. Hier
sackte die Notierung für eine Feinunze nach dem Rekordhoch vom
Donnerstag in Höhe von fast 122 Dollar bis auf weniger als 72 Dollar
am Montag ab. Am Donnerstag gab der Silberpreis im frühen Handel um
bis zu 17 Prozent ab.
Am Vormittag gab der Preis für eine Feinunze Silber um neun Prozent
auf 80,50 Dollar nach. Trotz der heftigen Verluste seit dem
Rekordhoch liegt Silber im Jahresverlauf noch zwölf Prozent im Plus,
nachdem es sich 2025 um fast 150 Prozent verteuert hatte.
Auch Gold liegt im Vergleich zu Ende 2025 trotz der jüngsten
Turbulenzen mit dem hohen Minus immer noch zweistellig im Plus und
das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr bereits um 65 Prozent
gestiegen war.
Grund für die deutlichen Gewinne von Gold und Silber seit Ende 2024
sind vor allem die vielen Krisen weltweit. Edelmetalle - allen voran
Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in
Krisenzeiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das
für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.
Nach der monatelang anhaltenden Rally kam es am vergangenen
Freitagnachmittag zu einem massiven Abverkauf. Ein Faktor dafür
waren die Kursbewegungen beim US-Dollar. Da Gold überwiegend in der
US-Währung gehandelt wird, führen fallende Dollar-Notierungen meist
zu Gewinnen am Goldmarkt und umgekehrt. Eine Abwertung der
US-Währung macht Gold für Anleger, die in anderen Währungen wie dem
Euro rechnen, lukrativer.
Hinzu kommen Spekulanten, die auf noch höhere Metallpreise gewettet
hatten und damit auf dem falschen Fuß erwischt worden waren.
Marktbeobachter verwiesen auf chinesische Fonds und westliche
Privatanleger, die große Positionen in Edelmetallen aufgebaut
hätten./zb/jkr/mis
ISIN XC0009655157
AXC0118 2026-02-05/09:51
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Autor: - dpa-AFX
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