| ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax leicht im Minus - Anleger weiterhin nervös |
| 05.02.2026 18:08:00 |
Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax
am Donnerstag mit weiteren Verlusten seinen Abstand
zur runden 25.000-Punkte-Marke vergrößert. Die Stimmung am Markt ist
immer noch geprägt von Nervosität, insbesondere bei Edelmetallen und
Kryptowährungen. Zudem ist die Verunsicherung im Technologiesektor
groß, denn Künstliche Intelligenz stellt aktuell eine Vielzahl
traditioneller Geschäftsmodelle auf die Probe.
Der Silberpreis ging erneut auf Talfahrt und könnte laut Jochen
Stanzl, Analyst bei der Consorsbank, in Richtung 60 US-Dollar oder
tiefer die Angst vor Anschlussverkäufen in anderen Anlageklassen
sofort wieder ins Bewusstsein der Anleger rufen. Zudem sackte der
Bitcoin weiter ab.
Der Dax verbuchte am Tag der Zinsentscheidung der Europäischen
Zentralbank (EZB) letztlich einen Abschlag von 0,46 Prozent auf
24.491,06 Punkte. Im Tagesverlauf war das Börsenbarometer um bis zu
1,3 Prozent abgerutscht und hatte damit fast sein bisheriges
Jahrestief erreicht. Der MDax der mittelgroßen
Börsenwerte sank zum Handelsschluss um 0,29 Prozent auf 31.434,51
Punkte.
Die Leitzinsen im Euroraum bleiben auch im neuen Jahr vorerst
unverändert. Damit wurde am Markt gerechnet. EZB-Präsidentin
Christine Lagarde bekräftigte nach der Sitzung des EZB-Rates in
Frankfurt: "Wir sind in einer guten Lage und die Inflation ist in
einer guten Lage." Die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar
kommentierte die Französin betont gelassen: Der Eurokurs sei seit
März 2025 gestiegen, dies sei in den Szenarien der Europäischen
Zentralbank eingepreist.
Investoren nähmen in diesem Umfeld aber lieber Gewinne mit und
positionierten sich an den Seitenlinien, kommentierte Marktexperte
Andreas Lipkow. Schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt setzten die
Kurse zusätzlich unter Druck.
Rüstungswerte wie Rheinmetall gaben unter dem
Eindruck fortdauernder Ukraine-Gespräche nach. Bei Rheinmetall
machten sich Anleger aber vor allem Sorgen, dass die Erwartungen an
2026 zu hoch sein könnten. Die Anteile sackten am Dax-Ende um 6,5
Prozent ab.
Autowerte setzten Anleger ebenfalls auf den Verkaufszettel. Schwache
Quartalszahlen von Volvo Cars galten als Auslöser
dafür. Im Dax lagen BMW , Mercedes-Benz
und Volkswagen (VW) mit Abschlägen von bis zu 3,7
Prozent auf den hinteren Plätzen.
Quartalszahlen hiesiger Unternehmen bewegten einige Aktien besonders
stark. Rational sprangen an der MDax-Spitze um 13,5
Prozent hoch. Der Großküchenausstatter hatte die Erwartungen
übertroffen. Bei Evonik nahmen Anleger hin, dass der
Spezialchemiekonzern seine Dividende senkt, goutierten aber, dass
dieser eine Gewinnbelebung 2026 für möglich hält. Während der
Chemiesektor seine starken Vortagsgewinne
konsolidierte, legten Papiere von Evonik um 3,5 Prozent zu.
Als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax sackten Heidelberger Druck
um gut 14 Prozent ab. Analyst Stefan Augustin von
Warburg Research sah den größten Schwachpunkt der Quartalsergebnisse
des Maschinenbauers im Auftragseingang, der seine Schätzungen
verfehlt habe.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,75
Prozent auf 5.925,70 Zähler. Auch in Zürich und vor
allem in London ging es nach unten. In New York fiel
der Dow Jones Industrial zum europäischen
Handelsschluss um knapp ein Prozent./la/he
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0305 2026-02-05/18:08
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Autor: - dpa-AFX
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