| AKTIE IM FOKUS/Bayer gefragt: Asundexian-Daten untermauern Wachstumshoffnungen |
| 06.02.2026 08:47:00 |
Detaillierte Studienergebnisse von Bayer
zum Medikamentenkandidaten Asundexian machen Anlegern
Hoffnung auf gute Geschäfte mit dem Blutgerinnungshemmer. Analysten
äußerten sich positiv zur Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments
zur Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls. Der Aktienkurs des
Dax-Konzerns stieg denn auch am Freitagmorgen auf der
Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um rund
vier Prozent auf 46,64 Euro. Damit würden nur noch wenige Cent zum
gegen Ende Januar erreichten Hoch seit dem Herbst 2023 fehlen. Seit
dem Mehrjahrestief im Frühjahr 2025 würden sich die Kursgewinne
damit wieder auf mehr als 150 Prozent summieren.
Die Perspektiven für den Pharma- und Agrarchemiekonzern hatten sich
zuletzt deutlich aufgehellt. Denn: Bei den Bemühungen um eine Lösung
der US-Rechtsstreitigkeiten rund um angebliche Krebsrisiken
glyphosathaltiger Unkraufvernichter machte Bayer Fortschritte. Die
Leverkusener können mittlerweile auf ein für sie positives
Grundsatzurteil des obersten US-Gerichts, des US Supreme Court
hoffen.
Gleichzeitig scheinen die Sorgen vieler Investoren über eine
Patentklippe im Pharmageschäft wie weggewischt. Die Bedenken
schwanden zuletzt deutlich, dass neue Medikamente wegbrechende
Erlöse der Kassenschlager Xarelto und Eylea wegen wegfallenden
Patentschutzes für den Blutgerinnungshemmer und das Augenmedikament
nicht auffangen können. Die lange Zeit angenommene Patentklippe
erscheine mittlerweile nur noch wie eine kleinere Unebenheit auf
eine Straße, hatten die Analysten Christian Faitz und David Evans
von Kepler Cheuvreux erst im Januar dazu geschrieben.
So sieht Bayer die Pharmasparte wegen des Erfolgs noch junger
Medikamente und geplanter Verkaufsstarts neuer Arzneien wieder auf
Wachstumskurs. "Wir haben jetzt fünf große Blockbuster-Kandidaten",
hatte der Chef der Pharmasparte Stefan Oelrich Anfang des Jahres im
Zuge der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco im Gespräch
mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX gesagt. In den kommenden
Jahren bis in die 2030er Jahre hinein erwartet der Manager auch
daher "extrem gutes" Wachstum.
Untermauert wird dies nun offenbar durch die Asundexian-Daten.
Bereits im Herbst hatten erste Resultate der zulassungsrelevanten
Phase-III-Studie Anleger und Analysten überzeugt. Als für das
Verkaufspotenzial entscheidend verwiesen Experten aber auf die nun
veröffentlichten detaillierten Daten.
Die Studie ergab laut der am Donnerstagabend veröffentlichten Daten
eine Reduzierung der Anzahl von wiederkehrenden Schlaganfällen um
gut ein Viertel. JPMorgan-Analyst Vosser rechnete bisher mit einem
Jahresspitzenumsatz von 1,4 Milliarden Euro nach 2035 sowie mit
Erlösen von rund 100 Millionen Euro im Jahr 2028. Angesichts der
Daten sieht er aber Luft nach oben, sowohl bei den anfänglichen
Erlösen sowie beim Spitzenumsatz. Allerdings hänge das
Umsatzpotenzial auch vom Abschneiden der Konkurrenz ab. So stünden
für den Wirkstoff Milvexian wichtige Studienergebnisse seitens
Johnson & Johnson und Bristol Myers Squibb
Ende 2026 sowie Anfang 2027 an.
Auch Matthew Weston von der Schweizer Großbank UBS äußerte sich
optimistisch. Sowohl die Wirksamkeit als auch das Sicherheitsprofil
des Gerinnungshemmers habe auf der Internationalen
Schlaganfall-Konferenz für Applaus gesorgt, schrieb Weston in einer
ersten Einschätzung. Der Präventionserfolg bei ischämischem
Schlaganfall (Hirninfarkt) sei bedeutend. In der
Schlaganfall-Prävention taxiert Weston das Marktpotenzial von
Asundexian aktuell auf einen Jahresspitzenumsatz von 1,5 Milliarden
US-Dollar (knapp 1,3 Mrd Euro) bei einer Wahrscheinlichkeit von 80
Prozent./mis/nas/stk
ISIN DE000BAY0017
AXC0057 2026-02-06/08:47
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Autor: - dpa-AFX
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