| Stellantis wegen US-Elektroauto-Kehrtwende in roten Zahlen - Streicht Dividende |
| 06.02.2026 09:57:00 |
Der Fiat- und Chrysler-Mutterkonzern
Stellantis ist im vergangenen Jahr angesichts eines
teuren Umbaus weg von seinem US-Elektroautokurs tief in die
Verlustzone gerutscht und will keine Dividende zahlen. Das
Zurücksetzen der Strategie gehe einher mit einer Abschreibung von
fast 22 Milliarden Euro, hieß es am Freitag von der Opel-Mutter in
Amsterdam. Knapp 15 Milliarden davon gehen drauf für die Umkehr bei
Elektroautos auf dem wichtigen US-Markt, weil der Konzern in Folge
der von US-Präsident Donald Trump gestrichenen Elektroautoförderung
und geänderter Abgasrichtlinien Modelle streicht und mit den
technischen Plattformen künftig wohl weniger Geld verdienen wird.
Die Aktie sackte erneut kräftig ab.
Nach dem Handelsauftakt verlor das Papier in Paris zuletzt knapp ein
Fünftel und fiel zeitweise auf ein Rekordtief. Bereits am Vortag
hatte der Kurs fast sechs Prozent eingebüßt. Auf Sicht von einem
Jahr hat die Aktie rund die Hälfte an Wert verloren.
Jefferies-Analyst Philippe Houchois sprach in einer ersten Reaktion
von rekordhohen Belastungen bei Stellantis.
Für die Kehrtwende werden über die kommenden Jahre auch Auszahlungen
von Finanzmitteln in Höhe von 6,5 Milliarden Euro bei Stellantis
fällig - dieses Jahr will das Management daher keine Dividende an
die Aktionäre ausschütten. Zudem will sich das Unternehmen frisches
Geld in Höhe von bis zu 5 Milliarden Euro über die Ausgabe neuer
Anleihen besorgen, um die Bilanz zu stärken.
Die Neuordnung der Strategie kommt für den Vielmarkenkonzern (unter
anderem Fiat, Chrysler, Peugeot, Jeep, Alfa Romeo, Opel) mit seinem
starken US-Standbein nicht unerwartet - die großen US-Rivalen Ford
und General Motors hatten ihrerseits
bereits Milliarden wegen des von der US-Regierung geänderten
Elektroautokurses abgeschrieben. Stellantis trifft es allerdings in
einer kritischen Phase: Der Konzern war in den USA in einen Strudel
aus schwachen Verkäufen und sinkenden Preisen geraten und musste
teuer gegensteuern, Ex-Chef Carlos Tavares verlor darüber seinen
Job. In Nordamerika hat das Unternehmen in aller Regel den
Löwenanteil seines Gewinns erzielt.
Der neue Chef Antonio Filosa sieht laut Mitteilung erste Anzeichen
der Besserung: Im zweiten Halbjahr 2025 seien die Verkäufe im
Jahresvergleich um 11 Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge gestiegen.
Umsatz und der freie Mittelzufluss hätten wie angestrebt über den
Werten aus dem ersten Halbjahr gelegen. Auch die berichteten
Qualitätsprobleme bei den Autos seien in Nordamerika und Europa
gesunken. Gleichwohl sei die operative Marge wegen Sonderproblemen
schwächer ausgefallen als mit dem niedrigen einstelligen Prozentsatz
im zweiten Halbjahr angestrebt. 2026 sollen die wesentlichen
Kennzahlen ansteigen./men/lew/stk
ISIN NL00150001Q9
AXC0076 2026-02-06/09:57
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.638,62 | 147,56 | 0,60% |
| TecDax | 3.608,33 | -19,72 | -0,54% |
| MDAX | 31.483,33 | 48,82 | 0,16% |
| Dow Jones (EOD) | 48.908,72 | -592,58 | -1,20% |
| Nasdaq 100 | 24.548,69 | -342,55 | -1,38% |
| S & P 500 (EOD) | 6.798,40 | -84,32 | -1,23% |
| SMI | 13.466,04 | -42,08 | -0,31% |
|
| EUR/US$ | 1,1791 | 0,00 | 0,11% |
| EUR/Yen | 185,2170 | 0,27 | 0,14% |
| EUR/CHF | 0,9172 | 0,00 | 0,07% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8676 | -0,00 | -0,33% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | -0,17% |
| CHF/US$ | 1,2856 | -0,00 | -0,01% |
|
| baha Brent Indication | 68,45 | 0,09 | 0,14% |
| Gold | 4.854,82 | 8,92 | 0,18% |
| Silber | 78,39 | -12,20 | -13,46% |
| Platin | 1.991,70 | -64,91 | -3,16% |
| |
|
|