| RWE plant LNG- und Batteriespeicher-Deals mit Emiraten |
| 06.02.2026 13:18:00 |
Der Energiekonzern RWE
will mit zwei Staatsunternehmen aus den Vereinigten Arabischen
Emiraten über LNG-Lieferungen und Beteiligungen an deutschen
Batteriespeicherprojekten verhandeln. Entsprechende
Absichtserklärungen wurden am Rande des Staatsbesuchs von
Bundeskanzler Friedrich Merz unterzeichnet, wie RWE in Essen
mitteilte.
Mit Adnoc (Abu Dhabi National Oil Company) wolle man eine
Zusammenarbeit bei Lieferungen von Flüssigerdgas (Liquefied Natural
Gas, LNG) nach Deutschland und in andere europäische Märkte
ausloten. "Beide Unternehmen sprechen über ein mögliches
Liefervolumen von bis zu einer Million Tonnen LNG jährlich über
einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren", hieß es. Dies entspreche bis
zu zwölf LNG-Schiffsladungen und bis zu 1,4 Milliarden Kubikmetern
Erdgas pro Jahr.
RWE-Chef: LNG-Lieferungen stärken Versorgungssicherheit
RWE-Chef Markus Krebber sprach von einer "strategischen
Zusammenarbeit" mit Adnoc. Die Pläne knüpften an eine langjährige
Partnerschaft an. "Durch neue LNG-Liefervereinbarungen stärken wir
die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa und
diversifizieren gleichzeitig unser globales LNG-Portfolio."
Mit dem auf erneuerbare Energien fokussierten Staatsunternehmen
Masdar will RWE gemeinsame Investitionen in Batteriespeicherprojekte
in Deutschland prüfen. Masdar erwäge, bis 2030 in bestehende
RWE-Batterieprojekte in Deutschland mit einer Kapazität von bis zu
einem Gigawatt (GW) zu investieren, so RWE. Darüber hinaus wolle man
die gemeinsame Entwicklung neuer Batteriespeicherprojekte in
Deutschland mit einer Kapazität von bis zu einem GW bis 2035 prüfen.
RWE betreibt bereits Batteriespeicher mit 1,2 Gigawatt Leistung
Großbatteriespeicher werden unter anderem verwendet, um
überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen zwischenzuspeichern.
Später kann er dann - etwa in Zeiten mit wenig Sonne und Wind - oft
mit Gewinn verkauft werden. RWE betreibt bereits Batteriespeicher in
den USA, in Europa und Australien. Ende September 2025 lag die
Gesamtleistung bei 1,2 Gigawatt. Weitere mehr als 2,7 Gigawatt hat
das Unternehmen im Bau.
Auch bei Masdar verwies Krebber auf eine langjährige Zusammenarbeit.
"Zuletzt waren wir gemeinsam bei der jüngsten britischen
Offshore-Windauktion für die Dogger Bank South-Projekte überaus
erfolgreich." Gemeinsam leiste man einen wichtigen Beitrag für eine
sichere und nachhaltige Energiezukunft Europas./tob/DP/jha
ISIN DE0007037129
AXC0137 2026-02-06/13:18
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Autor: - dpa-AFX
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