| Wiener Börse - ATX schließt mit Gewinnen / Heimischer Leitindex legt 0,51 Prozent zu |
| 06.02.2026 18:23:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
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Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit Gewinnen
aus dem Handel verabschiedet. Der ATX legte zum Wochenausklang 0,51
Prozent auf 5.665,53 Punkte zu. Unter der Woche hatte der heimische
Leitindex erstmals die Marke von 5.700 Zählern überschritten. Der
mehr Aktien umfassende ATX Prime schloss 0,44 Prozent im Plus bei
2.813,77 Einheiten. An anderen europäischen Börsen wurden zumeist
ebenfalls Gewinne verzeichnet.
Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher sieht die Inflation in
Österreich deutlich auf dem Rückzug und kündigt eine Senkung der
OeNB-Prognose an. Trotz der sinkenden Inflation rechnet er nicht mit
einem sofortigen Anspringen des Konsums. Die Stimmung sei weiterhin
gedrückt, da sich das Preisniveau in den letzten Jahren "massiv
erhöht" habe.
In den USA ist das von der Universität Michigan erhobene
Konsumklima im Februar laut einer ersten Schätzung stärker als
erwartet gestiegen. Verbessert hat sich Beurteilung der aktuellen
Lage durch die Verbraucher. Die Erwartungen gaben hingegen etwas
nach.
Belastet wurde der heimische Leitindex am Freitag unter anderem
von den Andritz-Aktien, die nach vorläufigen Geschäftszahlen für das
Jahr 2025 um 6,85 Prozent nachgaben. Der Auftragseingang stieg von
8,3 Mrd. auf 8,9 Mrd. Euro, der Umsatz aber sank um gut 5 Prozent
auf 7,9 Mrd. Euro, wie der steirische Maschinen- und Anlagenbauer
mitteilte. Die vergleichbare EBITA-Marge betrug trotz des
Umsatzrückgangs im vergangenen Jahr 8,9 Prozent. Erste Group
Research hatte eine Marge von 8,7 Prozent erwartet. Analyst Daniel
Lion von der Erste Group sprach von einem erwartungsgemäßen
Auftragseingang, lobte aber die Margenentwicklung. Auch der
Margenausblick treffe seine Erwartungen.
Die Erste Group Research berichtet außerdem von Mayr-Melnhof, die
eine prognostizierte nicht zahlungswirksame Wertminderung der
Vermögenswerte in der Höhe von 65 bis 75 Millionen Euro für das
Geschäftsjahr 2025 bekannt gegeben haben. Die Analysten betrachten
diese Bekanntgabe "eindeutig als negativ". Der Geschäftsbereich
Board & Paper von Mayr-Melnhof steht seit mehreren Quartalen unter
Druck, belastet durch anhaltende Überkapazitäten, schwache Preise
und wiederkehrende EBIT-Verluste sowohl im Geschäftsjahr 2023 als
auch im Geschäftsjahr 2024. Die Mayr-Melnhof-Aktie verlor 2,02
Prozent.
Zudem gaben die Werte von Bajaj Mobility um 3,49 Prozent nach.
Bei der KTM-Mutter wurde am Donnerstag die Einigung auf einen
Sozialplan bekannt. Rund 500 KTM-Beschäftigte sollen gekündigt
werden, die ersten Kündigungen sollen bereits übernächste Woche
erfolgen. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen
laut der Gewerkschaft GPA neben regulären Beendigungsansprüchen
zusätzliche finanzielle Leistungen erhalten. 420 der entlassenen
KTM-Arbeitnehmer sollen dabei mit 1,8 Millionen Euro aus Brüssel
beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden. Das hat
die EU-Kommission am Freitag vorgeschlagen.
Verluste gab es auch für die Aktien von Austriacard Holdings
(2,57 Prozent) und dem Flughafen Wien (2,17 Prozent).
ATX-Topperformer waren Verbund mit einem Plus von 3,45 Prozent.
Der heimische Stromkonzern hatte am Donnerstag um 2,94 Prozent
nachgegeben. Auch die Werte von EVN stiegen um 0,69 Prozent. Gut
gesucht waren auch die Werte von Do&Co mit plus 3,22 Prozent und
Porr mit plus 2,95 Prozent.
Bei den schwergewichteten Bankenwerten stiegen Erste Group um
1,13 Prozent, BAWAG um 0,81 Prozent sowie RBI um 1,2 Prozent. Die
Analysten der Baader Bank haben ihre Einstufung für die Aktien der
Raiffeisen Bank International (RBI) in Reaktion auf die gemeldeten
Viertquartalszahlen von "sell" auf "add" verbessert. Das Kursziel
des Baader-Analysten David Grinsztajn liegt bei 48,1 Euro. Zum
Handelsschluss notierten die RBI-Aktien zum Handelsschluss mit 42,02
Euro.
rst/mik
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/rst/mik
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