| ROUNDUP 4: Betrieb am BER läuft wieder - Verspätungen und Ausfälle |
| 06.02.2026 20:48:00 |
(Aktualisierung: weitere Angaben vom Flughafen)
BERLIN (dpa-AFX) - Der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER ist
nach einer wetterbedingten Unterbrechung wieder aufgenommen worden.
Bis zum Abend kam es aber weiterhin zu Ausfällen und mehrstündigen
Verspätungen, wie eine Sprecherin mitteilte. Der Flugbetrieb laufe
nur schleppend und eingeschränkt, sagte sie. "Passagiere brauchen
weiterhin viel Geduld. Es kommt immer noch zu Flugstreichungen und
massiven Verspätungen."
Aufgrund der Witterung dauerten die Enteisungen der Flugzeuge
deutlich länger als sonst üblich, erklärte die Sprecherin. Dadurch
könnten weniger Flugzeuge starten als an einem regulären Tag. Bis
zum Abend haben nach ihren Angaben die Airlines etwas Dreiviertel
der für heute geplanten rund 500 Starts und Landungen gestrichen.
Die Zahl könne sich noch erhöhen.
Der Betrieb am BER war am Mittag wieder angelaufen. Offiziell wurde
der Flugbetrieb der Sprecherin zufolge um 12.00 Uhr freigegeben.
Gegen 13.00 Uhr startete das erste Flugzeug in Richtung Amsterdam.
Schritt für Schritt werde derzeit der Betrieb hochgefahren, sagte
sie weiter.
Betrieb am Donnerstagabend eingestellt
Aufgrund von Blitzeis und anhaltendem Eisregen waren seit
Donnerstagabend keine Starts und Landungen am BER möglich. Auch am
Freitagmorgen blieb der Betrieb zunächst eingestellt. Der
Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die Flugbetriebsflächen
die gesamte Nacht über mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne
Erfolg, sie seien spiegelglatt, hieß es am Morgen.
Hunderte Reisende harrten über Stunden am BER aus, einige mussten
die Nacht dort verbringen. An den Check-in-Schaltern kam es am
Freitag zu langen Wartezeiten. Viele betroffene Passagiere äußerten
sich frustriert über mangelnde Informationen seitens der
Fluggesellschaften. Allein am Freitag wurden bis zum Nachmittag den
Fluganzeigen zufolge mehr als 100 Flüge gestrichen.
Betreiber und Passagiere müssen zudem hoffen, dass es am Abend und
in der Nacht nicht erneut zu Blitzeis auf den Start- und Landebahnen
kommt. In diesem Fall müsste der Flugbetrieb erneut eingestellt
werden, sagte eine Sprecherin.
Gewerkschaft kritisiert Ausmaß der Einschränkungen
Die Gewerkschaft Verdi hob hervor, die interne Krisenkommunikation
mit den Beschäftigten habe funktioniert. Diese hätten im Kontakt mit
den Passagieren "das Bestmögliche geleistet". Gleichwohl kritisierte
die Arbeitnehmervertretung das Ausmaß der Schließung am BER. Dieses
sei vermeidbar gewesen. "Entscheidend ist dabei die unzureichende
Vorbereitung und Resilienz", teilte der Bundesfachgruppenleiter
Luftverkehr und Maritime Wirtschaft, Dennis Dacke, mit.
"Weltweit gibt es zahlreiche Flughäfen, die regelmäßig mit
vergleichbaren Wetterlagen umgehen müssen, in Europa etwa in den
skandinavischen Ländern", betonte er. Technisch stünden dafür
etablierte Verfahren zur Verfügung.
Verband: Sicherheit hat Priorität
Der Flughafenverband ADV betonte: "Sicherheit hat oberste Priorität.
Wenn diese nicht mehr gewährleistet werden kann, ist eine temporäre
Einstellung des Flugbetriebs trotz aller Vorsorgemaßnahmen
unvermeidbar." Eisregen zähle zu den wenigen meteorologischen
Ereignissen, bei denen selbst moderne Enteisungs- und Räumverfahren
an ihre Grenzen stießen.
Generell sei es jedoch so, dass extreme Wetterereignisse an
Bedeutung gewännen und Flughäfen weltweit vor neue Herausforderungen
stellten. "Daher ist es sinnvoll, bestehende Konzepte regelmäßig zu
überprüfen und weiterzuentwickeln - etwa im Hinblick auf Technik,
Prozesse und Entscheidungswege", teilte der ADV mit.
Die witterungsbedingte Einstellung des Flugbetriebs kann laut ADV zu
erheblichen finanziellen Einbußen führen. Die genaue Schadenshöhe
hänge aber stark von Dauer und Umfang des Ausfalls ab und lasse sich
erst im Nachgang belastbar beziffern, wie es weiter hieß./maa/DP/he
AXC0231 2026-02-06/20:48
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.721,46 | 230,40 | 0,94% |
| TecDax | 3.619,60 | -8,45 | -0,23% |
| MDAX | 31.662,83 | 228,32 | 0,73% |
| Dow Jones (EOD) | 50.115,67 | 1.206,95 | 2,47% |
| Nasdaq 100 | 25.075,77 | 527,08 | 2,15% |
| S & P 500 (EOD) | 6.932,30 | 133,90 | 1,97% |
| SMI | 13.503,06 | 37,02 | 0,27% |
|
| EUR/US$ | 1,1817 | 0,00 | 0,33% |
| EUR/Yen | 185,7482 | 0,80 | 0,43% |
| EUR/CHF | 0,9166 | 0,00 | 0,01% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8680 | -0,00 | -0,28% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | -0,19% |
| CHF/US$ | 1,2897 | 0,00 | 0,31% |
|
| baha Brent Indication | 68,69 | 0,34 | 0,50% |
| Gold | 4.948,14 | 102,24 | 2,11% |
| Silber | 74,53 | -3,86 | -4,93% |
| Platin | 2.047,00 | -9,61 | -0,47% |
| |
|
|