| ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow nimmt 50.000 Punkte - Risikofreude zieht an |
| 06.02.2026 22:30:00 |
Nach dem jüngsten Kursrutsch bei
Technologieaktien wegen der Auslotung von möglichen KI-Verlierern
ist am Freitag an den US-Börsen die Risikobereitschaft schwungvoll
zurückgekehrt. Dies verhalf dem Dow Jones Industrial
zum erstmaligen Sprung über Marke von 50.000 Punkten, die
psychologisch von besonderer Bedeutung ist.
Möglich wurde der Sprung, weil der stärker auf Standardwerte
ausgerichtete Index zuletzt wesentlich besser da stand als seine New
Yorker Indexkollegen. Nach seinem Spitzenanstieg bis auf knapp
50.170 Punkte ging der Dow 2,47 Prozent höher bei 50.115,67 Punkten
aus dem Handel. Im Gegensatz zu anderen Leitindizes verbuchte er
damit ein ähnlich großes Wochenplus. Ein Anstieg um 1,97 Prozent auf
6.932,30 Zähler reichte dem marktbreiten S&P 500
nicht, er verzeichnet ein knappes Wochenminus.
Der Nasdaq 100 , der den Tech-Sektor am stärksten
abbildet, hat in der abgelaufenen Handelswoche 1,9 Prozent verloren
- trotz einer Erholung am Freitag um 2,15 Prozent auf 25.075,77
Zähler. Er musste dabei nicht nur Kursverluste bei den
Internetriesen Alphabet und Meta
verkraften, sondern auch einen Kursrutsch bei Amazon .
Bei vielen anderen Tech-Werten wagten sich nach dem jüngsten
Ausverkauf wieder Schnäppchenjäger heran.
Anleger versuchten zuletzt, potenzielle Gewinner und Verlierer des
KI-Booms stärker zu unterscheiden. Zudem hinterfragen sie immer
häufiger milliardenschwere Investitionen in den neuen Megatrend.
Nach Alphabet und Meta , die am Freitag
an ihre jüngsten Verluste anknüpften, ist Amazon der nächste
Großkonzern, bei dem die Unsummen überhaupt nicht gut ankommen. Nach
einem Spitzeneinbruch um zehn Prozent verloren die Aktien des
Handelsriesen am Ende noch 5,6 Prozent.
Amazon übertrifft bei den geplanten Investitionen seine
ausgabefreudigen Tech-Rivalen, denn in diesem Jahr sollen rund 200
Milliarden US-Dollar in KI, Chips, Robotik und Satelliten gesteckt
werden. Dies half umgekehrt bei der Erholung einiger Aktien, die als
Infrastruktur-Ausrüster von solch üppigen Investitionen profitieren
könnten. So legten Broadcom und das KI-Schwergewicht
Nvidia um mehr als sieben Prozent zu. Chipwerte waren
allgemein begehrt.
Die wieder anziehende Risikobereitschaft zeigte sich auch bei der
Kryptowährung Bitcoin, die nach dem zuletzt freien Fall deutlich
zulegte. Davon profitierten der Krypto-Investor Strategy
mit einem Kurssprung um 26 Prozent und die
Handelsplattform Coinbase mit einem Anstieg um 13
Prozent.
Über einen fast 20 Prozent großen Kurssprung konnten sich die
Aktionäre von Under Armour freuen. Der
Sportartikelhersteller hatte mit einem Gewinn im dritten Quartal
überrascht. Im Konsens hatten Analysten ein Ergebnis im knapp
negativen Bereich erwartet.
Mit minus 2,5 Prozent waren die Aktien von Linde ein
Verlierer, nachdem der JPMorgan-Analyst Jeffrey Zekauskas nach gutem
Lauf und angesichts des erreichten Kursziels kaum noch Potenzial
sieht. Er stufte die Titel des Gaskonzerns nach dessen
Quartalszahlen von "Overweight" auf "Neutral" ab.
In dem stark erholten Umfeld gab es aber auch einige deutlich
nachgebende Nebenwerte. Die Titel des Kosmetikkonzerns Coty
zum Beispiel sackten um 15,5 Prozent ab, nachdem die
Entwicklung von Umsatz und operativem Gewinn im dritten Quartal die
Markterwartungen deutlich verfehlt hatte.
Außerdem brachen die Titel von Doximity um fast 17
Prozent ein. Der auf das Gesundheitswesen spezialisierte
Lösungsanbieter gab einen Ausblick ab, der als enttäuschend
angesehen wurde. Die Evercore-ISI-Analystin Elizabeth Anderson
schränkte allerdings ein, es handele sich um eine
Wachstumsverzögerung, keine strukturelle Beeinträchtigung. JPMorgan
nutzte den Moment, um die Aktie auf ein neutrales Votum
hochzustufen./tih/he
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0237 2026-02-06/22:30
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Autor: - dpa-AFX
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| Dow Jones (EOD) | 50.115,67 | 1.206,95 | 2,47% |
| Nasdaq 100 | 25.075,77 | 527,08 | 2,15% |
| S & P 500 (EOD) | 6.932,30 | 133,90 | 1,97% |
| SMI | 13.503,06 | 37,02 | 0,27% |
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