| WDH: Hochwasser in Portugal, Spanien und Marokko |
| 08.02.2026 14:02:00 |
(In einer früheren Version des Artikels hieß es in der ersten
Zwischenüberschrift, es gab mehr als 145.000 Evakuierte in ersten
Zwischenüberschrift, es gab mehr als 145.000 Evakuierte in Marokko.
Die Angabe wurde präzisiert: Es gab mehr als 154.000 Evakuierte.)
LISSABON/SEVILLA/RABAT (dpa-AFX) - In Portugal, Spanien und Marokko
war die Lage in den Hochwassergebieten trotz einer Regenpause am
Sonntag weiter sehr schwierig. Ganze Landstriche standen in Portugal
und Südspanien nach einer ungewöhnlichen Serie heftiger Winterstürme
unter Wasser, Tausende Evakuierte waren in Notunterkünften
untergebracht und das Risiko von Erdrutschen blieb hoch, wie die
staatlichen TV-Sender beider Länder, RTVE und RTP berichteten.
Für die kommende Woche wurden weitere Regenfälle vorhergesagt, was
angesichts gesättigter Böden, voller Stauseen und schon jetzt
Hochwasser führender Flüsse neue Überschwemmungen auslösen könnte.
Mehr als 154.000 Evakuierte in Marokko
Dramatisch war die Situation auch im benachbarten nordafrikanischen
Marokko. Betroffen war vor allem der Norden, etwa der Ort Ksar
al-Kebir nordöstlich der Hauptstadt Rabat. Dort wurde ein Großteil
der Anwohner wegen steigender Wasserpegel in Sicherheit gebracht. In
den betroffenen Regionen wurden mehr als 154.000 Menschen evakuiert,
wie das Innenministerium der staatlichen Nachrichtenagentur MAP
zufolge mitteilte. Erst Mitte Dezember waren nach schweren
Regenfällen und Überschwemmungen in Marokko 37 Menschen ums Leben
gekommen.
Die gesamte Region war am Samstag von dem Sturmtief "Marta"
getroffen worden. Es war bereits das siebte Sturmtief seit
Jahresbeginn und hatte mit Starkregen, Orkanböen und hohen Wellen an
den Küsten Portugal, Andalusien im Süden Spaniens und Marokko
heimgesucht. Erst am Mittwoch und Donnerstag war der Sturm
"Leonardo" über die drei Länder hinweggefegt. In Spanien kam dabei
eine Frau in einem Fluss in der Region Málaga ums Leben. In Portugal
gab es seit vergangener Woche insgesamt 13 Tote durch eine ganze
Reihe von Stürmen und Hunderte Verletzte bei Aufräumarbeiten.
Schäden in Milliardenhöhe
In Portugal und Spanien wurde das Militär zur Unterstützung der
zivilen Katastrophenschutzkräfte hinzugezogen. Insgesamt wurden die
Schäden an der Infrastruktur und der Landwirtschaft in beiden
Ländern zusammen auf mehr als sieben Milliarden Euro geschätzt. Auch
in Marokko wurden große Verluste in der Landwirtschaft befürchtet.
Etwas Gutes hat der viele Regen jedoch auch. Im kommenden Sommer
dürfte es trotz großer Hitze und Trockenheit wegen der vollen
Stauseen nicht zu dem sonst üblichen Wassermangel kommen.
Kleinstadt wegen Einsturzgefahr geräumt
In dem Gebirgsort Grazalema in Andalusien und weiteren Regionen
wurden sogar Erschütterungen wie bei einem Erdbeben durch
Wassermassen registriert, die im Untergrund aus höheren Lagen unter
die Stadt flossen. Die gesamte Kleinstadt musste wegen
Einsturzgefahr geräumt werden. In Medien war von einem seltenen
Phänomen eines "Hidroseísmo" die Rede, was sich als Wasserbeben
übersetzen ließe.
Betroffene Region leidet sonst eher unter Wassermangel
Meteorologen erklären die ungewöhnliche Serie an Winterstürmen in
dieser sonst eher für Trockenheit und Dürren bekannten Region mit
einer seltenen Wetterlage über dem Atlantik. Ein Hochdruckgebiet
über Grönland und Island habe sich weiter als sonst nach Süden
ausgebreitet. Dadurch befinde sich auch ein normalerweise bei den
Azoren liegendes Hoch zurzeit weiter südlich, wodurch Atlantiktiefs,
die sonst eher Großbritannien und Deutschland träfen, nun weiter
südlich durchzögen./jot/DP/zb
AXC0053 2026-02-08/14:02
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.913,14 | 191,68 | 0,78% |
| TecDax | 3.619,68 | 0,08 | 0,00% |
| MDAX | 31.926,04 | 263,21 | 0,83% |
| Dow Jones (EOD) | 50.115,67 | 1.206,95 | 2,47% |
| Nasdaq 100 | 25.149,11 | 73,34 | 0,29% |
| S & P 500 (EOD) | 6.932,30 | 133,90 | 1,97% |
| SMI | 13.503,06 | 37,02 | 0,27% |
|
| EUR/US$ | 1,1909 | 0,01 | 0,78% |
| EUR/Yen | 185,4972 | -0,25 | -0,14% |
| EUR/CHF | 0,9133 | -0,00 | -0,36% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8709 | 0,00 | 0,33% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | 0,98% |
| CHF/US$ | 1,3040 | 0,02 | 1,17% |
|
| baha Brent Indication | 69,36 | 0,66 | 0,96% |
| Gold | 5.039,42 | 91,28 | 1,84% |
| Silber | 80,30 | 5,78 | 7,75% |
| Platin | 2.091,10 | 44,10 | 2,15% |
| |
|
|