| Kerosin auf Kuba wird knapp: Air Canada stoppt Flüge |
| 10.02.2026 06:48:00 |
Die Ölblockade der USA gegen das sozialistische
Kuba wirkt sich auf den Flugverkehr aus. Wegen Treibstoff-Knappheit
stellt die kanadische Fluglinie Air Canada vorerst
ihre Flüge nach Kuba ein, wie das Unternehmen mitteilte. In den
kommenden Tagen sollen nur noch leere Maschinen von Air Canada zur
Karibikinsel fliegen, um rund 3.000 Kunden gemäß dem regulären
Flugplan aus dem Land zu bringen.
Die Kanadier machen den Großteil der Touristen aus, die die Insel
besuchen. "Air Canada wird die Situation weiterhin beobachten, um zu
einem späteren Zeitpunkt eine angemessene Wiederaufnahme des
normalen Flugbetriebs nach Kuba zu beschließen", teilte die Airline
mit.
Zuvor hatte die Regierung Kubas die internationalen
Fluggesellschaften darüber informiert, dass infolge des
US-Ölembargos die Betankung auf der Insel ab Dienstag nicht mehr
möglich sein werde, wie Medien unter Berufung auf Piloten und
Fluglinien berichteten. Auch die US-Flugaufsichtsbehörde FAA warnte
vor einem Mangel an Kerosin am Flughafen der kubanischen Hauptstadt
Havanna.
Weitere Airlines haben Vorsichtsmaßnahmen ergriffen - ohne die Flüge
komplett einzustellen. So plant etwa Air Europa, in der benachbarten
Dominikanischen Republik zwischenzulanden, um aufzutanken, wie die
spanische Zeitung "El País" berichtete. Iberia bietet Rückerstattung
und Umtausch von Flugtickets an - sowie auch Air Canada.
Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas
kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl
mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige
Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem
südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump auch
mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Mexiko, zuletzt Kubas größter
Ölversorger, stellte seine Lieferungen ein. Für Kubas stark
angeschlagene Wirtschaft ist das Ölembargo ein harter
Schlag./aso/DP/zb
ISIN CA0089118776
AXC0034 2026-02-10/06:48
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Autor: - dpa-AFX
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