| ams-Osram verringert Verlust und will global 2.000 Stellen streichen / Umsatz 2025 bei 3,32 Mrd. Euro - Neues Sparprogramm "Simplify" soll 200 Mio. Euro bringen - Hälfte des Personalabbaus in Europa - Österreich nicht betroffen |
| 10.02.2026 08:29:00 |
Der steirisch-deutsche Chip- und
Sensorhersteller ams-Osram hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit
roten Zahlen abgeschlossen, den Verlust aber massiv eingedämmt.
Gleichzeitig kündigte der Konzern am Dienstag ein neues Sparprogramm
an: Unter dem Titel "Simplify" sollen bis 2028 weitere 200 Mio. Euro
eingespart werden. Davon sind rund 2.000 Beschäftigte betroffen,
etwa die Hälfte davon in Europa. Österreich sei davon aber nicht
betroffen, sagte ein Sprecher zur APA.
Unter dem Strich stand 2025 ein Nettoverlust von 129 Mio. Euro,
nach einem Fehlbetrag von 785 Mio. Euro im Jahr davor. Der Umsatz
ging im Jahresvergleich leicht um 3 Prozent auf 3,32 Mrd. Euro
zurück, was das Unternehmen unter anderem mit dem schwächeren
US-Dollar und dem Auslaufen von nicht zum Kerngeschäft gehörenden
Aktivitäten begründete. Operativ lief es besser: Das bereinigte
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 6
Prozent auf 608 Mio. Euro, die entsprechende Marge kletterte auf
18,3 Prozent.
Im vierten Quartal 2025 übertraf ams-Osram mit einem Umsatz von
874 Mio. Euro die Mitte der eigenen Prognosespanne. Das bereinigte
operative Ergebnis (EBITDA) belief sich auf 161 Mio. Euro. Während
unter dem Strich nach IFRS ein Verlust von 20 Mio. Euro stand, wies
das Unternehmen bereinigt einen Nettogewinn von 35 Mio. Euro aus.
Der Free Cash Flow fiel mit 144 Mio. Euro positiv aus, was zur
Reduktion der Nettoverschuldung zum Quartalsende auf 1,08 Mrd. Euro
(exklusive Leasing-Verbindlichkeiten und Put-Optionen) beitrug.
Sparziele früher als geplant erreicht
Vorstandschef Aldo Kamper sieht das bisherige Sanierungsprogramm
"Reestablish the Base" als erfolgreich an. Die angepeilten
Einsparungen von jährlich 220 Mio. Euro seien ein Jahr früher als
geplant erreicht worden. Mit dem neuen Programm "Simplify" will sich
der Konzern nun auf seine Zukunft als "Digital Photonics Powerhouse"
fokussieren. Die Verschuldung konnte durch die jüngsten Verkäufe von
Unternehmensteilen an Infineon und Ushio sowie einen positiven Free
Cash Flow von 144 Mio. Euro gesenkt werden. Der Verschuldungsgrad
(Nettoverschuldung gemessen am bereinigten EBITDA der letzten zwölf
Monate) soll mittelfristig auf unter 2 sinken.
Gedämpfte Erwartungen
Für das erste Quartal 2026 dämpft das Management die Erwartungen.
Aufgrund saisonaler Effekte und der Verkäufe von Unternehmensteilen
wird mit einem Umsatzrückgang auf 710 bis 810 Mio. Euro gerechnet.
Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 15 Prozent liegen.
Mittelfristig peilt ams-Osram im Halbleitergeschäft wieder ein
einstelliges Wachstum und Margen von über 25 Prozent an.
ivn/tpo
ISIN AT0000A18XM4
WEB https://ams-osram.com/
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Autor: - APA/ivn/tpo
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